Dorfgeschichte von Aichstetten:

Geschichte der Gemeinde Aichstetten
aus Literatur und Archiven
Benno Willburger; Stand Juni 1997

keine Funde der Altsteinzeit im Kreisgebiet
Aus: Das Land Baden-Württemberg Bd. VII, S.629

9000- 8000 v. Chr
Funde aus der Mittelsteinzeit: Etwa 2,5 km SSO der Kirche in Aitrach liegt auf der Nordspitze der "Breitenbacher Köpfe", einem westlich der Iller sich in N-S-Richtung erstreckenden Höhenzug, ein einzelner Hof. Etwa 0,25 km SO dieses Hofes wurden auf einer erst im 19.Jh. gerodeten Ackerfläche mesolithische Funde, meist Abfall und einige wenig mäßig retuschierte Geräte, im wesentlichen Radiolarit, aufgelesen. Verbleib: Städt. Museum Memmingen. [Fundberichte aus Schwaben, NF 16, Stuttgart 1962]
Feuersteingeräte und Abschläge weisen die Fundstelle als Wohnplatz der Mittelsteinzeit (8.-5.-Jh. v. Chr.) aus. Mit Spuren von Hausgrundrissen, Herdstellen, Gruben und weiteren Siedlungsfunden aus Knochen und Stein ist zu rechnen. (Parz. 862 TK 8026 SO-Teil FK SO-5869)[Ortsakten LDA Tübingen]

In der mittleren Steinzeit nur Lagerplätze meist auf der Höhe als archäologische Quellen
Mittelsteinzeit: Beim Kameralhof Altmannshofen Funde der Mittelsteinzeit nach: Krahe 204 Nr.5

Funde aus der Urnenfelderzeit in Aitrach-Marstetten [Das Land Baden-Württemberg Bd.
VII, S.629]

13.Jh.v. Chr.
Grabfund der Spätbronzezeit beim Bahnhof Marstetten. An Beigaben waren den Bestatteten ein Armring, ein reich verziertes Nadelpaar und ein Stück Bernstein mit ins Grab gegeben. (100 m SO vom Bahnhof Marstetten) [LDA Ortsakten Tübingen]

8.-6.Jh.v. Chr
Grabhügel, vermutlich der Hallstattkultur, der Brand und Körperbestattungen mit Beigaben (Waffen, Tracht- und Schmuckgegenstände, Keramik) enthält. (Innerhalb der Schanze St. Johann) [Ortsakten Landesdenkmalamt Tübingen]
Ringwall auf dem Buchkapf aus der Hallstattzeit D, die Zeit der späten Königsgräber [Entwurf Märkische Gedenktafeln] Buchkapf: angebl. Keltische Fliehburg [Linsenbolz]

6.-4.Jh.v. Chr.
jüngerer Abschnitt der Hallstattzeit=frühe Eisenzeit –Fürstenhügel
Hallstattzeit; Fund im Gemeindegebiet Aichstetten: 120 m südlich vom Hof Klausstich und 120 m westlich der Straße nach Aitrach in weiter Ebene ein Grabhügel, der 1900 einen Durchmesser von 32 m bei einer Höhe von 2,8 m hatte. Das öste. Drittel des Hügels, zum Teil schon auf der Gemarkung Breitenbach liegend, war damals schon abgetragen, der übrige Teil lag im Wald Hart. Dieser ist seit Jahren gerodet, der Hügel wurde 1928/29 bis auf einen 2 m hohen Teil am Nord- und Südwand abgetragen. Er besteht aus Lehm mit Sand und Kies vermengt.
Schon 1830 ist der Hügel vom Fürsten von Waldburg-Zeil untersucht worden....
Oktober 1929 beobachtete S. Durchlaucht Fürst Waldburg-Zeil, daß bei der fortschreitenden Ausbeutung des Hügels zur Kies- und Sandgewinnung auf der Hügelsohle sich reichlich Holzkohle fand. In 1,5 m Höhe war an der Arbeitsstelle eine starke Kohlenschicht (nach Paret S.212 werden im älteren Abschnitt der Hallstattzeit wurden die Toten auf dem Scheiterhaufen verbrannt und die Asche zur ebenen Erde beigesetzt...Bronzebeigaben sind selten) angeschnitten, über der sich Reste von Bronzebeigaben zeigten. Es sind:
a) Ein Gürtelblech in kleinen Bruchstücken. In getriebene Arbeit sind dargestellt Reihen von stark stilisierten Pferdchen von 9 mm Höhe...Unmittelbar unter dem Gürtelblech lagen Reste eines Tierfelles; b) zwei Armringe.. c) eine Pukenfibel,  d) eine dünne Nadel, e) ein 1 cm großes Ringchen... weitere 6 Bestattungen will der Besitzer in der Mitte des Hügels auf der Sohle angetroffen haben...
Auf der Weide östlich und nordöstlich von diesem großen Hügel erkennt man auf der Markung Breitenbach 3-4 stark abgeflachte Hügel. Die von Paulus genannten 4 Hügel lagen im Südteil des Hart, etwa 0,7 km SW.
Aus: Fundberichte aus Schwaben, Neue Folge V, 1928-1930, S. 37-38; mit Abbildung der Fibel. ? Fundstücke vermutlich Landesmuseum ?
5 Grabhügel im Südteil des Hart 2,5 km NNO und 5 weitere im nördlichen Teil 3 km NNO, darunter einer von 3 m Höhe (den Paret auf S. 213 aufgrund der Größe zu den Fürstengrabhügeln rechnet), Westl. von Aichstetten erhebt sich der Blutschberg mit einer etwa 500 m langen und bis zu 70 m breiten Hochfläche, deren Ostteil durch zwei Abschnittsgräben und Wälle zu einer Fliehburg gestaltet ist (vorgeschichtlich mit mittelalterlicher Verstärkung ?). Wenig NO davon zeigt der Buchkopf an seiner Nordostecke eine durch Wall und Graben geschaffenene Befestigung. Die Höhe 3 km SW Aitrach, S vom Hof St. Johann, trägt eine Fliehburg, die eigentliche "Königsburg" mit sehr tiefem Graben und klein, wohl mittelalterlich. Die äußere Abschnittsbefestigung anscheinend vorgeschichtlich. [Oscar Paret, Württemberg in vor- und frühgeschichtlicher Zeit, 1961, S.272-273]
Im Bereich des Waldes (Hart) befinden sich nun Grabhügel, 4 davon sind in dem mehr südlichen Theile desselben gelegen, einer aber, der größte, liegt an dessen östlicher Grenze....indeß sollen nach der Erzählung alter Männer der Gemeinde sich noch mehrere dergleichen auf den umliegenden Feldern befunden haben, nach der Vereinödung aber... geebnet worden sein.
...Hügel 1, Höhe 5' 8'' Durchm. 45'; 2, 3'5'' Durchm. 30' (der kleinste), 5, 10' Durchm. 85'
Dieser Hügel (5) wurde im Jahre 1830 von Sr. Durchlaucht dem Fürsten von Waldburg-Zeil im Verein mit dem verewigten Grafen Ferdinand von Waldburg-Zeil, Pfarrer in Aichstetten zur Untersuchung auserwählt....
[W.Z. Fürst Spuren der Vorzeit in der Umgegend von Aichstetten; in: Württembergische Jahrbücher, 1835, S. 398 ff]
Grabhügelgruppe der Hallstattkultur (8.-5. Jh.v.Chr.). Ein Hügel der heute abgetragenen Gruppe erbrachte zahlreiche Brandbestattungen mit reichen Schmuckbeigaben aus Bronze. Auch bei den übrigen Hügeln, deren Lage im Wiesengelände noch sichtbar ist, muß mit in die Erde eingetieften Gräbern gerechnet werden. (Parz.514,871; TK 8026 FK SO-5869 [Ortsakten LDA Tübingen
s.a.: Krahe 248 Nr.1-Zürn, Grabfunde 116 Nr. 222]

15 v.Chr.
Kaiser Tiberius besiegt die Brigantiner; das Gebiet kommt zur römischen Provinz Raetia mit Hauptstadt in Augsburg [Das Land Baden-Württemberg, Bd. VII, S.629 f

70 n.Chr.
Vespasian läßt die Grenze verkürzen; es entsteht der Rhein-Donau-Limes
Römerstraße im Allgäu: Hauptstraße: Bregenz _ Wengen _ Kempten; sonstige Straßen: Vemania _ Urlau _ Leutkirch; Hinznang _ Frauenzell _ Luttolsberg _ Aichstetten; Opfenbach _ Eglofs _ Winnis _ Leutkirch _ Aichstetten _ Kellmünz _ Richtung Augsburg. [Rauh, Rudolf, Inventar Archiv - Trauchburg, 1961, S.1]
Straße Lindau-Wangen-Leutkirch-Rank-Ferthofen;..im Jahre 1626 als alte Landstraße bezeichnet...Von Niederhofen an ist die römische Unterlage meist nur auf der linken Seite der heutigen vorhanden, weil die letztere über 9 m, die römische aber nur 7,30 m breit ist. Jenseits der Ach mündet mit der Auenhoferstrasse eine 5,6 m breite römische Straße ein, welche fast 1 m unter der heutigen liegt. Von jetzt an hat die Hauptstraße 7,5 m Breite. Von Altmannshofen an ist die römische Unterlage unsicher. Auf der Ostseite von Aichstetten aber ist sie wieder völlig sicher in Breite von 7,5 m nachgewiesen (gegenüber von Werkmeister Angele). Sie führt in vortrefflicher Qualität bis Rank weiter, wo schon zur Römerzeit ein wichtiger Kreuzungspunkt war...
Legau - Rank - Aitrach. Eine Hauptstraße ersten Ranges... in der Breite von 8,5 m..
Altmannshofen - Rank ? Von Altmannshofen führte die "alte Poststraße" am Blutschberg vorbei nach Rieden, von da am Hardtwald vorbei nach Rank; es ist nicht unwahrscheinlich, das in dieser Richtung eine kleinere Römerstrasse führt, doch bedarf sie der Untersuchung.
Die angebliche Römerstrasse Leutkirch - Ottmannshofen - Aichstetten ..ist unmöglich - stellt einen sehr alten Naturweg vor.. aber als Kunststraße niemals angelegt worden ist.
[Konrad Miller, Reste aus römischer Zeit, 1889, S. 36 ff]

1.-3.Jh      n. Chr.   Römische Funde in Aichstetten: Beim Bau einer Abortgrube bei Haus 147, 120 m SSW der Kirche konnten im Herbst 1963 in 0,8 m tiefe in einer dunklen Kulturschicht Pferdeknochen, Eisenteile, Hypokaustenziegel und römische Keramik geborgen werden. Außerdem fanden sich einige mittelalterliche bis neuzeitliche Scherben. Vermutlich befand sich in der Nähe der Fundstelle eine römische Niederlassung. Verbleib: Privat. [Fundberichte aus Baden-Württemberg - 2, S. 129]
Reste einer römischen Ansiedlung mit zahlreichen Keramikbruchstücken, Hypokaustziegeln und Eisenfunden. [Ortsakten LDA Tübingen]
möglicherweise Münze: Antonius Oius/Marc Aurel 145/180 [FMRD II.3 (1964) 255 Nr. 3330]

1.-3.Jh.
Eine Gruppe von (römischen) Siedlungen scheint.. in der Gegend von Aitrach gelegen zu sein. Sicher ist, daß der Hof Obermuken (beim Stausee) auf dem linken Hochufer der Iller, auf Resten eines römischen Gutshofes liegt. Paulus nennt römische Spuren auch beim Weiler Treherz und beim Gehöft Vogelherd.[Paret, S. 406]
Obermucken; Reste eines römischen Gutshofes mit Spuren von Gebäuden, Heizanlagen, bemalter Wandverputz und Funden von Keramik, Gals und Bronzegeräten.LDA Ortsakten Tübingen

259/260     Die Germanen überwinden den obergermanisch-rhätischen Limes; Rückzug: die neue Grenze geht von Bregenz über Opfenbach nach Kempten und die Iller hinab bis Ulm und dort entlang der Donau; um 275 Bau des Castells bei IsnyDas Land Baden-Württemberg, Bd. VII, S.629 f

nach 400
Aufgabe des Illerlimes; es ist mit einer stärkeren Besiedlung durch die Alamannen zu rechnen mit einem Herrschaftsmittelpunkt um Altdorf-Weingarten.Das Land Baden-Württemberg, Bd. VII, S.629 f

6.-8.Jh
Alamannische Funde: Ungefähr 240 m SO der Kirche Aichstetten an der B 18 wurden bei Kanalisationsarbeiten im Garten nördl. von Haus 119 mindestens 2 Gräber angeschnitten. Nähere Beobachtungen fehlen. Funde: Eisenlanzenspitze mit Mittelrippe, verziertem Blatt und verzierter Tülle; L. 44,8 cm (Taf. 210A,1). 2. Schildbuckelfragment (Taf.210A,2). Schon 1790 wurden an der Straße nach Memmingen, wohl am gleichen Platz, Gräber mit Waffen und Perlen gefunden. 1938 wurden beim Bau eines Kellers im Haus Nr. 113, 250 m SO der Kirche (Oberlehrer Buß) in 1,8 m Tiefe 2 weitere Skelettgräber mit Schwert angeschnitten (Fundberichte aus Schwaben NF 9 S.116 und NF. 12, S.99; Veeck, Alamannen S.332) Verbleib: Württ.Landesmuseum [Fundberichte aus Baden-Württemberg, Band 8, 1983, S. 376]
Gräber der Merowingerzeit mit Waffen und Perlenschmuck als Beigaben. [Ortsakten LDA Tübingen]
In der Pfarrchronik (Bd.I, S.8) wird dies so beschrieben:
In Aichstetten selbst findet man noch hart an der jetzigen Landstraße rechts von dem Platze wo jetzt das Zollhaus, welches nun der herrschaftliche Jäger bewohnt, stehet längs des ganzen Ortes hin und auch in anderen Gegenden desselben, etwa drei Schuhe unter dem Boden öfters ungewöhnlich starke Totengerippe von Menschen. Auch zweischneidige breite Schwerter auf die älteste Art, lange Spieße, Pfeile, auch Ruden von Gebäulichkeiten, wovon sich die Ursache ganz ins Altertum verliert, und welches ganz mit Grund denken läßt, daß schon in den ältesten Zeiten mit Aichstetten eine Revolu­tion müsse vorgegangen sein.
Die Alamannischen Reihengräber setzen frühestens um 500 und spätestens um 700; sie werden von den christlichen Friedhöfen abgelöst. [Das Land Baden-Württemberg  S.773]

797  24.April
Die Priester Fromolt und Cacanward schenken ihr elterliches Erbe in Aichstetten (Eihsteti) und Ausnang mit genannten Unfreien dem Kloster St. Gallen. Geschehen im Nibelgau im Atrium von St. Martin vor dem Grafen Steinhard und später vor dem Richter Hiranhard. Unter den zahlreichen Sieglern der Urkunde befindet sich an 4. Stelle ein "Altmann". [Württembergische Urkundenbücher I, Nr. XLV]
Ein Altmann als Zeuge wird auch noch 803, 812 und 824 erwähnt;  [s. WUB I, 61, 74, 103]

"Wenn wir etwas den Orten der Heiligen oder dem Armenwesen geben, so wird uns das, so hoffen wir, ohne Zweifel zur ewigen Seligkeit gereichen. Wir also, in Gottes Namen Fromolt und Cacanward, unwürdige Priester, treten vom heutigen Tag an für unser Seelenheil und für ewigen Lohn an das Kloster, das im Gaue Thurgau oder im Arboner Gaue zu Ehren der hl.
Maria, des hl. Gallus und der übrigen Heiligen erbaut ist wo der ehrwürdige mann Werdo als Abt vorsteht, unser Erbe ab, das uns unsere Väter sterbend in den benannten Orten hinterlassen haben, Im Dorfe, das Eihsteti heißt, und an einem anderen Orte, der Asinwanga genannt wird, hat Fromolt Güter, Häuser, Knechtshütten und folgende Leibeigene: Niffodenka, Rekinheid, Christina, Cuntheri, Waltheri, Adalni, Salafrid, Liubilo, Willipolt gegeben. Das aber sind die Namen der Hörigen, welche Cacanward übergab: Winihho, Hadacvan, Wolsvid, Merisvid, Imma, Liuparat, Willisvid, Wartman, Lantperet, Lantheri, Habschaft, Wiesen, Felder, Wälder, Weiden, Wasser und Wasserläufe geben und übertragen wir ohne alle Ausnahme ganz und gar mit Mobilien und Immobilien an das eben genannte Kloster und seine Vorstände, auf daß sie es haben, festhalten und besitzen, jedoch unter der Bedingung, daß wir lebenslang diese Sachen selbst zum Nießbrauch behalten und dafür jährlich, solange wir beide leben, einen Schilling Zins, wie immer wir den erlegen können, reichen; stirbt aber einer, so hat der Überlebende 2 Schilling Zins zu geben. Sollten wir diesen Zins verweigern, so soll der Vorstand des Klosters die Sachen selbst an sein Kloster zurücknehmen. Solange wir aber diesen Zins oder dafür Dienst leisten, hat der Vorstand des Klosters keine Befugnis, uns die Sachen zu nehmen oder zu veräußern. Nach unserem Hingange aber hat der Klostervorstand nicht die Macht, die Schenkung einem Laien als Precarie zu geben, sondern sie bleibe immer im Dienste des Klosters, wie gesagt, zu unserem Seelenheile. Wenn jedoch jemand, was wir nicht glauben, sei es nun, was ferne sei, wir selbst oder einer unserer Erben oder sonst eine andere Person, diese Schenkung anfechten und nichtig machen will, so sei er dem Kloster doppelten Erlaß dessen, was dieser Schenkung erhalten ist, schuldig und dem Fiscus 3 Unzen Gold und 5 Pfund Silber zu zahlen verfallen. Wiederholt er den Versuch, so soll er nichts erreichen, sondern die gegenwärtige Schenkung bleibe fest und aufrecht zufolge unserem beigefügten Gelöbnis.
Das ist geschehen im Dorfe, das UfHova in Nibelgau heißt, im Vorhause des Hl. Martin, vor dem Grafen Steinhart und auch vor dem Richter Hiranhart. Die Zeichen: Stenhart, Isanhart, Rifrid, Altman, Hiltolf, Ebarahar, Willihelm, Kisalpolt, Heriprando, Eranpoldo, Adal, Hrammunc, Hruadheri, Cuntdhart, Ehso, Svabilo, Hiltiprando. Ich selbst in Gottes Namen Cacanward Priester habe das geschrieben und unterschrieben. Ich habe als Datum verzeichnet den 2. April im 29. Jahre der Regierung des Herrn und glorreichen Königs der Franken und Langobarden und Patricius der Römer. [Übersetzung aus Baumann I S. 229]

8./9.Jh.
Grundherrlicher Ausbau durch den fränkischen Adel; es entstehen Siedlungen mit Personennamen und der Endung -weiler und -hofen; u.a. auch Altmannshofen [Das Land Baden-Württemberg Band VI]

838
Rieden wird als "Reoda" bezeichnet [Das Land Baden-Württemberg Band VI]

838
Grafenämter auch im Nibelgau  im Besitz der Udalricher

839
Grafenämter bei den Welfen

848
Reodum (Rieden) wird erwähnt [Das Land Baden-Württemberg Band VI]

855 und 860
 erscheint ein Altmann als Zeuge bei Vergabungen an das Kloster St. Gallen. [nach: WUB I, 144, 152]

879           1. Mai 
Paldinc gibt unter Zustimmung seines Vogtes Reginbert dem Kloster St. Gallen auf Lebenszeit Güter im Linzgau, die ihm König Ludwig geschenkt hat, im Tausch für Güter in Aichstetten (Achstetten)... Udalrich Graf des Argengaues, Linzgaues und Nibelgaues siegelt die Urkunde. [Württembergische Urkundenbücher I, Nr. CLV, nach: Traditionscodex St.Gallen Nr. DXVI]
Anm: Die Zuordnung ist nicht ganz gesichert; teilweise wird vermutet, daß das Achstetten ein abgegangener Ort im Linzgau sei, oder das Achstetten bei Laupheim; nur von Aichstetten ist allerdings gesichert, daß es sich im Besitz des Klosters befand.

940
Breitenbach wird als "Breitinbach" erwähnt [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

Das Kloster St. Gallen verlor nach und nach die Güter, die es in Aichstetten besaß wieder, ohne daß man die Weise wann und wie es geschah, angeben kann.
Hingegen erwarb das Kloster Petershausen daselbst sehr viele..
 [Pfarrchronik Bd I, S.9]

um 980                Aichstetten, Rieden, Oberhausen, Breitenbach und Steinbach zählen ausdrücklich zum Illergau. Adalbert ist Graf des Nibelgaues und Argengaues (Anm: ?= Adilhard)  [Baumann I, S.279]

983
das Gemeindegebiet kommt an das Kloster Petershausen bei Konstanz [Das Land Baden-Württemberg Band VII]; Anm: Zeitpunkt fraglich s.u.

983 -         995  (zeitlich nicht fixierbar)
Bischof Gebhard von Konstanz übergibt dem Kloster Petershausen Güter zu Aichstetten (Eicstetin)Regesten der Bischöfe von Konstanz Nr. 389 nach: Cas.Mon. Petershausen
Auszug aus der Chronik des Klosters Petershausen erstes Buch Nr.36
folgende Besitzungen gab der selige Bischof Gebhard seinem Kloster vom elterlichen Erbe oder von seinen sonstigen Erwerbungen: Owingen, Sauldorf, Anslechiswilare, Altenrhein, Höchst und Brugg, Rot, Stetten, Mülheim, Walbertsweiler, Schlatt und Rheinhart, sowie den vierten Teil des Besitzes bei Epfendorf und Thayngen (den er von der Kirche zu Konstanz erwarb) Aichstetten (Eicstetin), Epfendorf, Neuheim, Tägerwilen, Gottlieben, Dußnang und Oberwangen, deren einen Teil er aus dem Vermögen des Bistums, den anderen aus dem des Klosters kaufte. Oberndorf schenkte er aus dem Bistumsvermögen. Anm: In den Regesten steht diese Schenkung direkt nach der Grundsteinlegung des Klosters Petershausen 983, es wird aber darauf hingewiesen, daß sie zeitlich nicht fixierbar ist. Die Jahresangaben sind aufgrund der Klostergründung und des Todesjahres des Bischofs Gebhard im Jahr 995 angesetzt.

994  (ca.)
 Graf Adilhard (von Buchhorn, oheim), ein Blutsverwandter des Bischofs Gebhard, gibt diesem Güter in "pago Ilricove" (Illergau) bei Aichstetten (Eistetin), Breitenbach (Breitinbach)  Rieden (Riedin) und Oberhausen (Husin) bei Steinbach, zusammen über 40 mansen, außer den ausgedehnten Wäldern; diese Güter überträgt der Bischof seinem Kloster Petershausen. [Die Regesten der Bischöfe von Konstanz, Nr. 398; nach Cas.mon. Petershausen. lib.1,c.42]; Anm: die o.g. Schenkung des Bischofs dürfte sich hierauf beziehen. Der Zeitpunkt wird in den Regesten auf die Zeit kurz nach der Weihe der Klosterkirche 28.Okt. 992 angesetzt.

Auszug aus der Chronik des Klosters Petershausen geschrieben um die Mitte des 12. Jahrhunderts:
Nr.41:  Von Aichstetten (Eichstetin). Es lebte damals ein Graf namens Adilhard, ein frommer und gewissenhafter Mann, der Gott fürchtete. Dieser war blutsverwandt mit dem seligen Gebhard, aber dennoch kein Schwabe (Anm. Adilhard wird fälschlicherweise als Nichtschwabe bezeichnet; er ist der Graf von Buchhorn), sondern er wohnte in einem fernen Lande. Ihm waren als rechtmäßiges Erbe große und zahlreiche Güter im Illergau, bei Aichstetten und Breitenbach, Rieden, Hausen und Steinbach (Eichstat, Breitinbach, Riedin, Husin) zugefallen. Wenn nun dieser Graf aus seinem Lande herkam und seine Güter aufsuchte, was sehr selten geschah, eilten alle Bewohner mit ihren kleinen Geschenken herbei, ihn zu begrüßen, wie es alle Untertanen gegenüber ihren Herren zu tun pflegen. Da der Graf gütig und wohlwollend war, fragte er, wozu sie dies täten. Hierauf antwortete man ihm, sie seien seine Eigenleute, die mit der schuldigen Huldigung zu seiner Begrüßung kämen. Da antwortete der Graf: "Ein jeder von euch möge einstweilen seine Geschenke wieder zu sich nehmen, bis ich sie nach der Mahlzeit selbst betrachten kann." Dann speiste er alle vollauf und reichlich, gab ihnen nachher Geschenke, nahm jedoch nichts von ihnen an und entließ sie. So freuten sie sich jedesmal, wenn der Graf dorthin kam. Seinen Bregenzer Verwandten gab er sein Gut in Steinbach, das später als Brautgabe in den Besitz derer von Kirchberg gelangte.

Nr.42:  Adilhard gibt dem Hl. Gebhard Aichstetten, Breitenbach und Rieden (Eistetin, Breitinbach, Riedin) zum Geschenk.. Dieser fromme Graf Adilhard übertrug seinem Neffen, dem hl. Bischof Gebhard, die Eigengüter, die er bei Aichstetten (Eichstetin), Rieden und Hausen besaß. Es waren dies vierzig Hufen und mehr an bebauten Äckern und Wiesen, ausgenommen jedoch die ausgedehnten Wäldern; ferner die Leutekirche mit vielen Zehnten, sowie Weiden, Fischwasser und Mühlen. Auch viele Zinspflichtige mit aller erdenklichen Zubehör übergab der Graf Adilhard dem Ehrwürdigen Bischof Gebhard, seinem Neffen, rechtmäßig zu eigen. Gebhard jedoch schenkte alles vor geeigneten Zeugen seinem Kloster, das er zu Ehren des Hl. Papstes Gregor erbaut hatte, in frommer Ergebenheit und ohne Widerspruch zu erfahren, zum ewigen Nutzen der Gott dort dienenden Brüder.

Solang aber besagtes Kloster (Petershausen) im Besitz deßselben geblieben, so ist mit vieler Wahr­scheinlichkeit zu behaupten, daß selber, besonders da der meiste Zehent des Ortes Laical ist, die Pfarrei mit Benediktinern seines Gremii werde besetzet haben, wie es meistens dergleichen Klöster zu tun pflegten; - und selbst Petershausen in dem benach­barten Retsee, so vormals auch ihm gehörte, ein derlei kleine Pflegey von Benedictinern hatte. - Diese Vermutung verstärkt sich noch mehr, da man der Sage nach, vor mehreren Jahren, im Orte Dreherts, in welchem ehemals eine Kapelle, so der Pfarrei Aichstetten einverleibt war, stand..., an welcher man bei ungefährer Grabung eines Kellers, ganz un­vermutet einen Leichnam solle gefunden haben, der noch ganz sichtbar in einem Habit des heiligen Benediktinerordens solle gekleidet gewesen sein. -
Die Pfarrei selbst war auch ehemals um vieles größer, als sie jetzt ist, indem sie sich gegen Mittag bis an das in Lautrach unten durchfließende Achbächlein erstreckte, und die Hammer­schmiede daselbst, nebst mehreren Häusern, gemeiniglich im Schrofen genannt, in sich enthielt. -Auch gehörte die ganze, gegen Abend liegende Pfarrei Dreherts zu derselben, wie weiter unten an seinem Orte vorkommen soll.
[Pfarrchronik, Bd.I, S. 13-14]

Die weibliche Nebenlinie der altschwäbischen Herzogsfamilie die Königin Hildegard (Ehefrau Karls d. Großen) und ihr Bruder Graf Udalrich, haben über ihre Mutter Imma, Tochter des Herzogs Nebi, Besitzungen im Allgäu. Die Udalricher, Nachfahren des Udalrich und spätere Grafen von Buchhorn und Bregenz haben namentlich Güter in Aichstetten und Steinbach. [Baumann I, S.158]

1043         16.6. 
Erimbert und seine Gemahlin Irmingard geben dem Kloster Petershausen, auf Bitten des Bischofs Eberhard von Konstanz, ein Gut in Riedlings (Ritilines) und Wegesaza, im Nibelgau, mit seinen Höfen, Äckern und Wiesen, Weiden, Gewässern und Wasserrechten, ferner aus dem Anteil am Wald von Arnach für die genannten Güter hinreichendes Bauholz und werden dafür mit 14 Höfen im Ort Aichstetten (Eichstat) auf Lebenszeit beliehen. Aus: Württ. Urkundenbücher I, Nr. CCXXV; nach Chron. Petershausen. (Kopie des 12.Jh.)
[Chronik Petershausen 2.Buch Nr. 10]
Das Tauschgeschäft soll auf Intervention des Bischofs Eberhard von Konstanz erfolgt sein
Nach: Forschungen zur Oberrheinischen Landesgeschichte BD XXIV, Frbg. 1973

Udalrich von Bregenz ist Graf im Nibelgau [Baumann I, S.280]

vor 1096
Gründung eines Klosters in Bregenz anstatt des Klosters in den Wäldern von Andelsbuch (Mehrerau); Abt Theoderich von Petershausen läßt auf Kosten seines Klosters das neue Kloster errichten.
"Durch fast fünf Jahre verwendete er alle Einkünfte, die von Aichstetten nach Petershausen gelangten, zum Aufbau." [Chronik des Klosters Petershausen 3. Buch Nr. 25]

um 1100                (1098) Das Kloster Weingarten besitzt in Eschach "Aschacha" Güter; jedoch eine Kopie des 13.Jh. [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1128 - 1164
Unter der Amtszeit von Abt Konrad von Petershausen wurde an mehreren Stellen Kirchen instand gesetzt und geweiht, sowie Kapellen errichtet in Aichstetten und Epfendorf, Oberwangen und Mimmenhausen, auch in Neuheim und Rheinhart.
In anderen Beschreibungen wird der Zeitpunkt mit 1163 angegeben. 
[Chronico Petershusin VI 13 p.171; abgedr. FDA, 2, 1866, S. 375]
Anm: Instandsetzung oder Neubau ist nicht aus dem Text ersichtlich; auffallend die erste Stelle der Nennung.
Petershausen hat einen Kellhof in Aichstetten [Baumann I, S.472]
Der Besitz des Klosters Petershausen im Nibelgau ohne Datum: Aichstetten mit Kirche, Breitenbach, Rieden, Oberhausen, Mooshausen, Waltershofen, 2 Forste in Aichstetten: Gotteshauswald und Klotzenweiler; Steinental, Hünlishofen, Herbratzhofen, Übendorf Altmannspeyer, Lauherbühl und Vogelsang. [Rauh]
Vermutlich Mitte des 12. Jahrhunderts wird Konrad von Marstetten im Traditionsbuch des Klosters St. Ulrich als Zeuge genannt und schenkt dem Kloster Petershausen ein Gut in Rieden bei Aichstetten. [Baumann 1, 1883, S. 495]
Die Grafen von Marstetten und deren Erben, die Herzöge von Bayern hatten auch Güter in Eschach und Aichstetten, in Rotis und Legau [Baumann I, S.429]

1147
von Memmingen ziehen 300 Mann zu den Kreuzzügen

1165/66
Streit zwischen Welf und Pfalzgraf von Tübingen; Burg in Kellmünz wird zerstört

1188
Hermann Fritac, plebanus in Altmannshofen bezeugt eine Schenkung des Herzogs Welf VI. an das Kloster Füssen. [Mon. Boic. XXXIII, 48; nach Baumann I, S.399 Jahresangabe: 1178]

12./13.      Jh
Das Totenbuch des Klosters Petershausen gedenkt am 17.Dezember einem Dekan Heinrich von Aichstetten [Baumann I, S.397]

vor 1200
Kloster Weingarten erhält die Kirche zu Eschach [Baumann I, S.395]

Um 1200
erscheint Berthold von Aichstetten im Gefolge des Grafen Gottfried von Marstetten. [Baumann 1, 1883, S. 525]

1201
Marschall Heinrich von Altmannshofen wird in einer Weingartener Urkunde genannt. [Baumann 1, 1883, S. 525 nach WUB IV, 384]
Anm: die Herren von Altmannshofen sind eine Seitenlinie der staufischen (ehem. welfischen) Reichsministerialenfamilie von Lautrach, die auch das Marschallamt in Schwaben innehaben; verm. ist Heinrich v.A. mit dem 1164 genannten Heinrich d.J. von Lautrach gleichzusetzen. [WUB II, 149] – Wappengleichheit
Burg auf dem Blutschberg oder Altmann, 1201 Marschall Heinrich von Altmannshofen, Ursprung der Ritterherrschaft Altmannshofen [Entwurf Merktsche Gedenktafel]

um 1200
unvollständiges Güterrodel des Klosters Isny: 4 Höfe und 2 Pfund 6 Schilling Zins in Altmannshofen [Baumann I, S.455]

13.Jh.
Langensteig wird als "cer Langunstaige", Laubeck als "cem Arnolts" und Haizen als "cem Haizon"  bezeichnet. In Laubeck sind Lehenshöfe des Klosters Weingarten. Haizen ist abgegangen. [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1240
Die Brüder Hugo und Heinrich von Altmannshofen dienen als Zeugen den Schenken Konrad von Winterstetten zu Überlingen. [Baumann 1, 1883, S. 525]

1240
Aug.  Hugo von Altmannshofen ist unter den Zeugen einer Schenkung der Truchsessen von Waldburg und der von Warthausen an das Kloster Baindt.  [WUB 5, Nachtr. L]

1240  21.8. 
Die Grafen Konrad und Berthold von Heiligenberg übergeben an das Kloster Baindt Dorf, Kirche und Patronatsrecht zu Baindt. Unter den Zeugen: Hugo und Heinrich Brüder von Altmannshofen. [WUB 3, S. 457]

1241  Juli; 
Auf der Burg Winterstetten dienen Hugo und Heinrich von Altmannshofen Schenk Konrad von Winterstetten als Zeugen. [Baumann 1, 1883 ,S. 526]

1241
Hugo von Altmannshofen bezeugt einen Rechtsakt zwischen Konrad von Schmalegg und dem Kloster Weißenau. [HStASt B 523 U 3663]

1241  17.6. 
Heinrich Marschall von Altmannshofen und sein Bruder Hugo bezeugen einen Tausch zwischen dem Kloster Weingarten und Schenk Konrad von Winterstetten. [WUB 4, Nr. 976]
C. von Altmannshofen als Mönch des Kloster Ottobeuren erwähnt [Baumann, Allgäu I, 526]

1250
angeblich Meierhof des Klosters Petershausen in Aichstetten [nach Entwurf Merktsche Gedenktafeln]

um 1250
Das Kloster Weingarten hat in seinen Gefällverzeichnissen zinstragendes Besitztum u.a. in Laubegg, Langensteig, Eschach und Steinental; in Eschach einen eigenen Fronhof [Baumann I, S.469]

1274  15. Dez.
Der Kämmerer Marquard von Kemnat verzichtet zu Gunsten des Klosters Petershausen auf alle Gerichtsbarkeit über einige zu dessen Besitzungen in Aichstetten gehörige Eigenleute, abgesehen vom Vogtrecht.
genannt werden: Ulrich von Stadels (bei Görisried) und seine Tochter sowie H. von Diesenbach (Kr. Kempten) [WUB 7, Nr. 2460; nach GLA KA Petershausen U 2008]

1275
Pfarrei St. Michael, Aichstetten und Pfarrei St.Georg, Eschach erwähnt [Das Land Baden-Württemberg Band VII] Zur Pfarrei Eschach gehören Laubegg, Stuck, Hänkels, Häberlings, Langensteig, Nestbaum

1285  11. 4.
Ritter Heinrich von Sulzberg schenkt die Willebirg, Frau des Heinrich Liuprecht von Aichstetten an das Kloster Petershausen [WUB 9, Nr. 3435;  nach GLA KA Petershausen U 2009]

1287  17.4.
Der Priester Burkhard Maennel überläßt dem Kloster Isny seinen Hof in Menelzhofen unter der Bedingung, daß dafür das Kloster jährlich seinem Sohn Berthold von Aichstetten (Asteten) und seiner Frau 6 Scheffel Haber Leutkircher Maßes von dem Hof in Altmannshofen reicht. [WUB 9, Nr. 3627]

1291  5.1.
Graf Rudolf von Montfort beurkundet seine Abmachung mit dem Kloster Weingarten wegen der Vogtei in Seibranz. Zeugen: H. von Altmannshofen, Burc. von Gozzeltz, Ul. von Twingenstein u.a. [Württembergische Urkundenbücher Bd.9 Nr. 4064]

1300  (nach 1300)
kommt Eschach als bayerisches Lehen an die Herren von Altmannshofen. [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1320  13. 12. 
Abt Dietrich von Petershausen tauscht Marquard Wiegenhauser (?) und Conrad Ringelin gegen Conrad und Heinrich, des Maiers Johann von Aichstetten Söhne, an das Kloster Weingarten. [Original: HStASt B 515 U 2176]

1324
Liber Quartarum in dioecesi Constanciensi. Im Archidiakonat Allgäu  Ecclesia Aistetten est quartalis. et habet monasterium Petridomus ibidem duas partes decime. [FDA 4, 1869, S. 29]

1324  an St. Martins-Tag. 
Diepold von Lautrach schenkt dem Gotteshaus von Roth einen Hof zu Aichstetten, " daz die von Wile, kauft umb vol den Ehinger". [Benedict Stadelhofer, Historia Rothensi, S. 147]

1337
Herrschaft Zeil kommt als dauerndes Reichspfand an die Waldburger

1341  20.11. 
Heinrich von Altmannshofen, Kirchherr daselbst verkauft einen Leibeigenen an das Kloster Weißenau.Schwanzer, S.61 nach Repertorium Kl. Weingarten HStASt

1342
Eschach fällt als Teil der Herrschaft Marstetten an die Herzöge von BayernBaumann, Allgäu Band II, S.487

1353
Die Pfarrei Altmannshofen ist unter dem Patronat der Herren von Altmannshofen, die Pfarrei Gebrazhofen unter den Herren von Waizenhofen.Schwanzer, S.61, nach FDA, V

1353-1539
Burgsitz Waizenhofen der Herren von Altmannshofen, Patrone der Kirche Gebrazhofen, 1382 belagert Heinrich von Landau zu Lautrach, seit 1662 der Truchsessen von Waldburg zu Zeil [Entwurf Merktsche Gedenktafel]

1353  - 1371

Johann von Altmannshofen ist Abt des Klosters Ottobeuren. [Schanzer, S.66]

1353
In Eschach gibt es noch 3 bewohnte Häuser

1364  24. Sept.
Ritter Berthold von Königsegg erklärt die zwischen ihm und dem Kloster Petershausen künftig bestehen sollende Gemeinschaftlichkeit des Besitzes an den Kindern des Hans Guldin zu Aichstetten.
Nach: GLA KA Petershausen U 2010

1367  11.11. 
Lutz von Altmannshofen, Bürger von Kaufbeuren siegelt eine Urkunde für Heinrich Wolfsattel; Lutz wird später Bürgermeister von Kaufbeuren [Schwanzer, S. 66, nach Urkunde im Staats-Archiv München und Baumann, Allgäu II, 252 u. 509]

1368
Hans von Neidegg, Sohn des verstorbenen Swigger und der Elisabeth von Altmannshofen, verkauft mit Einwilligung seiner Mutter, Tochter des verst. Berthold von Altmannshofen, an seine 2 Vettern, Söhne des verst. Heinrichs von Altmannshofen, den man nannte von Erolzheim verschiedene Güter und Rechte u.a. der halbe Zoll zu Altmannshofen.[Original: Archiv Schloß Zeil]

1368  17.3. 
Hans von Neideck, Sohn des verstorbenen Swigger, der zu Rothis saß, verkauft mit Einwilligung seiner Mutter Elisabeth, Tochter des verstorbenen Bertholds von Altmannshofen, um 120 Pfund Heller an seine Oheime Heinrich und Ludwig von Altmannshofen, Söhne des verstorbenen Heinirchs von Altmannshofen, den man nannte von Erolzheim folgende Güter und Rechte zu Eschach: Manlgers Hof, Stols Hof, die Vogtrechte vom Widdum, vom Zehent und von der Kirche, vom Maierhofe, von der heiligen Seld, die Gült von der Stollen Geld, die Fischenz im Eschacher Bach sowie alle Rechte und Vogteien und Gewaltsame, die er zu Eschach gehabt und seine Mutter an ihn gebracht...und sind diese Güter und Rechte Lehen der Herzoge von Bayern. Siegel der Elisabeth von Neidegg geb. von Altmannshofen: Doppelwappen Altmannshofen und Erolzheim. [Schwanzer, S.63, nach: Urkunde im Archiv Zeil]

1374  1. Sept.
Heinz von Altmannshofen verkauft eine Leibeigene an Hans Müller von Aichstetten. [GLA KA Petershausen U 2017]

1376
Heinrich von Altmannshofen, seßhaft zu Waizenhofen, verkauft als Vogt des Konradin, Sohn seines verstorbenen Vetters Heinz, an seinen Bruder Lutz von Altmannshofen den halben Zoll zu Altmannshofen, dessen anderer Halbteil ihm und seinem Bruder Lutz gehört, vier Selden zu Altmannshofen, eine Hofstatt und zwei Teile einer weiteren Hofstatt zu Altmannshofen, das Mahd zu den Haizen mit Zubehör, den dritten Teil des Hofes Buch und vom Mittelberg, den halben Zehenden zu Gerboldshofen, ein Gut und fünf Selden zu Eschach, die Güter zum Lubrichs und Swälis mit Hölzern und Zubehör und überhaupt alles, was Werntz von Erolzheim selig an liegenden Gütern und Rechten besessen und gelassen hatte zu Altmannshofen. Diese Güter hatte Heinz von Altmannshofen, von Hans von Rosenharz gekauft, welcher sie wiederum von Werntz von Erolzheim (gen. 1331-45) übernommen hatte. [Schwanzer, S.65, nach Urkunde im Archiv Zeil]

14./15.  Jh. 
Der Waizenhof ist Sitz einer Nebenlinie der Herren von Altmannshofen; der Brückenzoll beim Waizenhof kommt an die Stadt Memmingen; die Burg W. ist abgegangen. [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1380
Lutz von Altmannshofen ist bei einer Grenzmarkierung zwischen den Klöstern Ochsenhausen und Rot beteiligt. [Schwanzer, S.66, nach Stadelhofer, Hist.Coll. Roth, I, 187]

1393
Hans, Ulrich und Heinrich, Söhne des Heinrich von Altmannshofen führen eine Fehde gegen die Stadt Memmingen und deren Bürger Aulber Beyen, werden aber am 17.8.1393 von ihrem Vater zur Aussöhnung veranlaßt. [Schwanzer, S.66, nach Original im Staatsarchiv München]

1398
Ulrich von Altmannshofen ist im Kriegsdienst der Herzöge Ernst und Wilhelm von Bayern und verpflichtet sich von Lichtmeß ab auf ein Jahr gegen Verköstigung und sechzig ungarische Gulden Sold. [Schwanzer, S.66, nach Urkunde im Staatsarchiv München]

1408
Hans und Ulrich von Altmannshofen kaufen zusammen mit ihrem Oheim Lutz von Altmannshofen von der Witwe des Kunz Schmid ein Hofgut zu Rieden um 11 Pfund Heller. [Schwanzer, S.66, nach Urkunde im Archiv Zeil]

1422
Altmannspeier wird als "ze Salmansburren" erwähnt [Das Land Baden-Württemberg Band VII)

1422
Das Kloster Weingarten  vereinigt Eschach mit der Pfarrei Ausnang [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1422  14. Feb.
Lehenrevers dews Brenz Wyers, genannt Stricher, gegen Abt Johann von Petershausen über ein Hofgut zu Breitenbach bei Aichstetten. [GLA KA Petershausen U 2040]

1422  23. März.
Michel Vendt zu Aichstetten verkauft an Abt Johann von Petershausen alle seine Rechte an dem Gute zu Breitenbach mit aller Zubehör um 18 Pfd. guter Heller. [GLA KA Petershausen U 2041]

1429
Ulrich von Altmannshofen ist im Kriegsdienst des Herzogs von Bayern. [Schwanzer, S.66, nach Urkunde im Staatsarchiv München]

1434  5. Okt.
Manumissionsbrief der Ritter Ber und Albrecht von Ramsberg für Margreth Flechin von Rieden bei Aichstetten. [GLA KA Petershausen U 2206]

1435  2. Mai.
Margaretha Flächin von Rieden bei Aichstetten gibt sich dem Kloster Petershausen zu eigen. [GLA KA Petershausen U 2207e]

1439
Heinrich und Hans, Ulrichs von Altmannshofen sel. eheliche Söhne, verleihen gemeinsam mit ihrem Oheim Hans dem Älteren zwei Güter zu Eschach an Erhart Luibinger. [Schwanzer, S.66, nach Urkunde im Archiv Zeil]

1443  25. Feb.
Revers der Anna Purin von Aichstetten gegen Abt Diethelm von Petershausen in betreff der Leibeigenschaft. [GLA KA Petershausen U 2011]

um 1450
um die Mitte des 15. Jahrhunderts übernehmen die Herren von Landau-Lautrach einen Teil der Herrschaft Altmannshofen [Allgäuer Geschichtsfreund, 1898]

1452  2.5. 
Die Vettern Georg und Heinrich von Altmannshofen teilen die Herrschaft neu auf. Heinrich erhält den altmannshofischen Anteil nebst Burg, die bayrischen Lehen zu Eschach, Güter zu Rieden, Watzeney, Altmannspeier, Leublings, Nestbaum und Henkels. Georg dagegen erhält den waizenhofischen Anteil mit Burg, einige Güter zu Altmannshofen, Haizen, Aichstetten, den Zehnt zu Gerboldshofen und das Vogtrecht der Kirche zu Ungerhausen. Ungeteilt bleiben: Zwing und Bann, das Gericht und der Zoll, das Vogt- und Patronatsrecht zu Altmannshofen, die Waldungen Hell und Holzmäder; jedoch verleiht jeweils der Älteste von Altmannshofen die Lehen und der Nutzen wird geteilt. [Schwanzer, S.66, nach Urkunde im Archiv Zeil]

1454  18.1.
Der Ammann von Zeil entscheidet im Gericht zu Aichstetten einen Streit zwischen dem Kloster Weingarten und Franz Rott zu Rieden über ein Gut im Amt Aichstetten. [Original: HStASt B 522 U 365]

um 1455
Magdalena, die Tochter des verstorbenen Heinrich von Altmannshofen, heiratet Heinrich von Landau und bringt den von ihrem Vater ererbten Teil von Altmannshofen an das Haus Landau. [Schwanzer, S.67]

1461
Lehenbrief Georgs von Altmannshofen "zu der Neuen Altmannshofen gesessen" (=Waizenhofen) über den Zehnt zu Gerboldshofen. [ Schwanzer, S.67, nach einer Kopie im Archiv Zeil]

1467  20.4. 
Bürgermeister und Rat von Memmingen entscheiden den Streit des Klosters Weingarten und des Ludwig Rott von Aichstetten wegen des Waldes an der Langen Steig. vgl. Streitsache vom 18.1.1454 zwischen dem Kloster und Franz Rott [Original: HStASt B 522 im sog. Buch von Ausnang S. 17 a]

1467  9.11. 
Truchseß Johann von Waldburg, Landvogt in Schwaben, vergleicht das Kloster Weingarten und Ludwig Rott wegen des strittigen Waldes und des Ratzlinsgutes (bei Eschach) dahin, daß das Kloster seine Appalation zurücknimmt und Ludwig Rott 45 fl bezahlt. [Original: HStASt B 522 im sog. Buch von Ausnang S. 22 b]

1472  20. Nov.
Urteil des Hofgerichtes zu Mainz wegen des Zehnten zu Aichstetten. [GLA KA Petershausen U 2012]

1473
Altmannspeier wird als Almansburen genannt [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1478
Heinrich von Landau erwirbt Waizenhof [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1480
Berthold von Altmannshofen ist als Anhänger Erzherzogs Siegmund von Österreich in dessen Fehde mit Graf Eberhard von Württemberg wegen der Burg Mägdeberg im Hegau beteiligt. [Baumann, Band II, S. 66, 509]

1482
Heinrich von Landau, Besitzer der Burg Altmannshofen, belagert wegen einem Streit der Erbfolge zusammen mit seinem Vater und den Brüdern, den Onkel seiner Frau Georg von Altmannshofen auf der Burg Waizenhofen. Auf Veranlassung des Abtes von Kempten, der Ritter Ulrich von Freundsberg und Marquard von Königsegg, sowie der Stadt Memmingen vergleichen sich die Landauer mit Georg von Altmannshofen dahin, daß sie das Schloß Waizenhofen, daß ihnen überlassen worden war, wieder zurückgeben werden, sobald ihnen Georg die schuldigen 900 fl rhein. Gulden gezahlt hat. [Schwanzer, S.69, nach Urkunde im Staatsarchiv München]

1483  1.2.
Anna Guner, Witwe des Kunz Holtzschucher zu Altmannshofen und ihre Schwester Adelheid Guner, Witwe des Hans Schräm zu Oberopfingen, bevollmächtigen mit Wissen ihres Vogtes Berchtold Schutz, Bürger zu Memmingen, Adelheids Tochtermann Thoman Lutz zu Oberopfingen, den Nachlaß ihres Neffen Bläsi Guner, der bei dem Baumann Ulrich Gopp in Bergerhausen gedient und Geld und Kleider hinterlassen hatte, abzuholen.[Spit.A. Biberach U 1031]

1483-87
Heinrich von Altmannshofen ist Pfleger des Deutschen Ordens in Preussisch-Eilau, von 1495-99 Komtur zu Ragnit und ab 1501 Pfleger zu Tapiau. [Schwanzer, S.69, nach Voigt, Namenscodex der Deutschen Ordensbeamten]

1484
Epitaph von 1484, Pfarrer Wend; Priesterfigur in gotischem Meßgewand in der Kirche in Aichstetten.

1485
Der Blutsberg damals noch Gebhardsberg genannt; angebl. abgegangene Burgstelle [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

 

1491
das Gemeindegebiet kommt durch Kauf an das Haus Waldburg; Bildung eines Gerichtes der Grafschaft Zeil. deren Inhaber haben die Landes- und Grundherrschaft. [Pfarrchronik 1808 Bd.I, S. 27]
Vogelsang (abgegangen; wird nach 1882 aufgeforstet) ist ein eigenes Rittergut, das zum Ritterkanton Hegau-Bodensee-Allgäu steuerbar ist; die hohe Obrigkeit ist bei der Grafschaft Zeil. [Das Land Baden-Württemberg Band VII]
Das Gut Vogelsang kommt 1491 mit Aichstetten an Zeil, aber die niederen Gerichte, das Steuer- und Kriegsdienstrecht daselbst standen der Herrschaft Lautrach zu. [nach Baumann Bd. 3, S.245]; zum Gut gehören 2 Höfe mit Sölde und der Gotteshauswald [Der Kreis Wangen, S.99]

1495
Berchtold von Altmannshofen, Erhart von Königsegg und Hans Gesputet gemeinsam mit andern oberschwäbischen Edelleuten erklären dem Herzog Georg von Baiern zu Landshut, der einem der ihrigen, Peter Berber, mit Gewalt sein Gut Obenhausen entrissen hatte, die Fehde und verfallen darüber als Landfriedensbrecher der Reichsacht. Sie fallen am 2.Juli in das Dorf bei Wublingen mit etwa 70 Pferden, darunter 20 Edlen, ein. Danach nahm Hans Sputt dem Fürsten das Schloß Wartstein ein, das vor Jahren den Königseggern gehört hat. Berthold von Altmannshofen wird von dem Reisigen Hans Merk von Mindelheim, als er sich sonntags von der Burg Waizenhofen zur Kirche in Altmannshofen begeben wollte, gefangen genommen. Der schwäbische Bund drängt bei König Maximilian in Ulm auf Freilassung von Berthold, die auch erteilt wird. [Baumann Bauernkrieg, S.32.  Baumann zitiert in den Akten zum Bauernkrieg eine zeitgenössische Abhandlung.]

1498  22.3.  
Streit zwischen der Stadt Wangen und Johannes von Waldburg, weil die Stadt Jörg Miller von Aichstetten, einen Leibeigenen des Waldburgers, vor dem Landgericht verklagt hatte. [Vochezer 2, 1900 ,S. 403; Original: Stadtarchiv Wangen Lade Z Fasz. 1]

1498  20.7.  
Berthold von Altmannshofen und sein Bruder Moritz verkaufen um 300 fl. ihren Anteil an den Waldungen Hell und Holzmäder an ihren Schwager Heinrich von Landau auf dreißig Jahre. [Schwanzer, S.70, nach Urkunde im Archiv Zeil]

1500  14.4. 
Johannes von Waldburg stiftet in die Stadtpfarrkirche in Wurzach eine Kaplanei zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit und weist ihr als Einkommen elf Malter Roggen, elf Malter Vesen und neunzehn Malter Haber von dem Zehnten in Aichstetten zu. [Vochezer 2,1900,S. 418; Original: Fürstl. Archiv Bereich: Zeil_Wurzacher Archiv 3, 18]

1509 -  1806
Altmannshofen ist bayrisches Ritterlehen [Entwurf Merktsche Gedenktafel]

1511  21.7.
Die im Amt Aichstetten wohnenden Untertanen Georgs von Waldburg vergleichen sich mit Johann von Königsegg, Freiherr zu Aulendorf wegen einer Abgabe betreff des Illerzolles. [Rauh,1964,S. 56; Orig.: fürstl. Archiv Wurzach 524]

1511  - 1513 
Berthold von Altmannshofen ist Pfleger der Deutsch-Ordensniederlassung Ortelsburg. [Schwanzer, S.70, nach Voigt, Namenskodex der Deutschen Ordensbeamten.]

1516  7.2.
Moritz von Altmannshofen bekommt vom Abt von Kempten die weltliche Vogtei der Grafschaft Kempten für ein Jahr. Sein Amtssitz ist auf der Burg Wolkenberg. Er ist letztlich bis 1526/27 Vogt der Grafschaft. [Schwanzer, S.70; nach Dienstrevers im Staatsarchiv München]

1517 

Berthold von Altmannshofen, der Sohn von Moritz, hat am Hof des Kurfürsten Friedrich von Sachsen das Amt des Oberschenken. (Es entsteht die sächsische Linie, die im 18.Jh. ausstirbt) [Schwanzer, S.74]

1521
+Im Jahre 1827 wurde im Zeilischen Archiv eine Kaufurkunde vorgefunden, Vermögen welcher Balthasar Schaber Priester Vicary in Aichstetten im Jahr 1521 einen Hof in Altmanspeyr samt dem Agenbüchel für 900 (Pfund) Heller von dem Spital Memmingen eigenthümlich Steur, Frohn, und Abgab frei erkauft habe. die Urkunde ist vom Montag nach Cantate 1521. [Pfarrchronik Bd.I, S.59]

1525  3.3.
Die Bauern des Truchsessen Georg von Waldburg bildeten den Haufen "auf  Wurzacher Haide" und wählten den neugläubigen Pfarrer Florian von Aichstetten zum Hauptmann und forderten das lautere Evangelium und das göttliche Recht. [Vochezer 2,1900,S. 517]

1525  14.4. 
Truchseß Georg von Waldburg mit den Truppen des Schwäbischen Bundes schlagen in Wurzach die aufständischen Bauern unter Pfaff Florian von Aichstetten. [Das Land Baden-Württemberg, Bd.VI , S.635]

1525  17./18.4. 
Die Bauern und der schwäbische Bund stehen sich in Weingarten gegenüber; es kommt zum sog. Weingartner Vertrag. [Das Land Baden-Württemberg]

1525  19.4.
Truchseß Georg von Waldburg bemerkt in einem Brief an den Bund, das die oberen Allgäuer und etliche von Memmingen, ungefähr 8000 Mann, sich in seine Herrschaft Aichstetten begeben haben. [Vochezer 2,1900,S. 555]

1525  2.5. 
Der Oberallgäuer Haufen unter der Führung von Knopf von Leubas verweigerte die Ratifikation des Weingartner Vertrages und berief alle seine Mitglieder nach Aichstetten. Die Unterallgäuer werden zum Anschluß aufgefordert und sich nach Aichstetten zu begeben. Man wolle von dort aus nach Wolfegg und Waldsee ziehen und dort am 4. Mai zu morgen essen.
[Vochezer 2,1900,S. 580 u. 583]

1525  15.7. 
Die Truppen der Bauern ziehen sich an der Leubas vor den Truppen des Truchseß Georg aus ihren Stellungen zurück. Aus:  [Das Land Baden-Württemberg, Bd. VI,S.635]

1525
Der mit einigen Bauern gefangen genommene Pfarrer von Kellmünz wird auf Bitten von Moritz von Altmannshofen, Vogt der Grafschaft Kempten, nicht hingerichtet. aus:  [Schwanzer, S.71]

1525
Beschreibung des Bauernkrieges aus der Pfarrchronik Bd.I, S.60:
In diesem Jahr (1525) brach der fürchterliche und wegen seiner Schröcken = Scennen (?) allgemein berühmte Bauernkrieg auch in Schwaben aus, wo auch die Unterthanen des Freyherrn Georg des III.ten Truchseß zu Waldburg fünf tausend Mann stark gegen ihren eigenen Herrn, unter dem Vorwand, das reine Evangelium zu verteidigen, aufstanden, und erwählten sich, nach Ausweiß der Chronik der Truchsessen von Waldburg,:,: ===== Einen Pfaffen, so von dem Herrn Georg belöhnt war, zu ihrem Herrn und Hauptmann ===== hieß Florian, und war der erste bekannte Pfarrer in Aichstetten. == Dieser Florian nun zog. nachdem sich noch mehrere Bauern, zu denen besagten Truchseßischen Untertanen gesellet haben, so daß ihre Zahl auf 8000  Mann anwuchs, mit ihnen wirklich gegen das, dem Herrn Georg zugehörigen Schloß Wolfegg, und fing selbes an zu belagern, wogegen sich aber des Herrn Jörgen Amtleute und Diener, samt die daßigen Geistlichen und etlichen Knechten so tapfer wöhrten, daß ihnen die Bauern nichts abgewinnen konnten. === Da aber Florian erfuhr, daß Herr Georg mit dem schwäbischen Bundes Heer gegen ihn im Anzug war, zog er unverichter Dinge von Wolfegg ab und begab sich mit seinem rebellischen Bauernhaufen nach Wurzach, wo er sich hart an besagtes Städtchen lagerte,  so daß er das große sogenannte Wurzacher Ried auf seinem Rücken hatte. - Herr Georg marschierte mit den seinigen schnell auf dieselben los, besetzte am Charfreitag in Höhe gegenüber mit Stücken, stellte sich in Schlachtordnung, und ließ denen Bauern, durch einen alten Mann, den er ungefähr gefangenbekommen, noch einmal Gnade anbieten, mit dem Beding, daß sie den Pfaffen Florian herausgeben, und ihre Wehr und Waffen ablegen sollten. - Die Bauern aber erhielten eben zu dieser Zeit neue Verstärkung von 1500  Mann, welches sie so verwegen machte, daß sie keinen gütlichen Vergleich Gehör geben wollten. - Es wurde also Lerm geblasen, und der Truchseß ließ seine Geschütz dreimal auf die Bauern abfeuern, welches eine so starke Wirkung tat, daß die Bauern in großer Unordnung auseinander liefen, und teils in das Ried, teils in die nahe gelegenen Waldungen flohen.   === Hierauf ließ ihnen Herr Jörg mit einem Teil seiner Reiterei über den kleinen Fluß Ach nachsetzen, welche auch noch viele Bauern erstochen. ====
Herr Jörg lagerte sich hierauf wieder am Stadtlein Wurzach, welches sich auch mit vielen Bauern, die darin lagen, an ihn, gegen den Schwur, kein Gewehr mehr zu tragen  == ergab. - Wie es alsdann dem Pfaffen Florian ergangen hievon schweigt die Geschichte ganz, nur dies findet sich noch im Fürstlich-Truchseßisch-Zeilischem Haus Archiv, daß kurz darauf, einen Bauernknecht in Altmannshofen hinter der daßigen Mühle erstochen habe, und sich deswegen in die Schweitz flüchten müßen. Nach welchem von ihm nichts mehr gehört worden seye.

1528  14.5.
Moritz von Altmannshofen, konstanzischer Vogt zu Markdorf schlichtet in Überlingen eine Streitsache zwischen der Stadt und Christoph von Werdenberg. [Schwanzer, S.71]

1530  21.9.
Kaiser Karl V. verleiht auf dem Reichstag dem Truchsessen Georg von Waldburg  die besondere Gnade, daß er und seine Nachkommen in seinen Herrschaften und Gebieten Zollstätten zu Aichstetten und Baienfurt aufrichten und Zoll erheben dürfe, und zwar von jedem Pferd, das an einem mit Kaufmannsgut beladenen Wagen oder Karren durch seine Herrschaft geht, zwei Kreuzer, bei leerem Wagen einen Kreuzer. [Vochezer 2,1900,S. 691] nach dem Entwurf zu den Merktschen Gedenktafeln handelt es sich um das Haus Nr. 28, Haggenmüller

um 1530
Die Herren von Landau-Lautrach übernehmen nach dem Tode von Moritz von Altmannshofen den Rest der Herrschaft Altmannshofen [Allgäuer Geschichtsfreund, 1898, S.54 ff]

1535  19.3.
Truchseß Wilhelm von Waldburg, Schweikhart von Gundelfingen und Truchseß Jakob von Waldburg urteilen als Schiedsrichter in dem Streit zwischen Freiherrn Johannes von Königsegg und den truchsessischen Untertanen in den Pfarreien Aichstetten, Hauerz, Seibranz, Ellwangen und Dietmanns. Diese waren 1525 vor sein Schloß Marstetten gezogen, dasselbe mit Gewalt eingenommen, Silbergeschirr, bares Geld, Kleider, Korn, Wein, Bettgewand, Kleinodien, Leinwand, Flachs, Hanf, Büchsen, Pulver, Harnisch, Waffen, Eisen, Fleisch, Schmalz, Salz, Zugemüse, Roß, Vieh, Schwein, Heu und Stroh, auch einen merklichen Hausrat, Meßgewand, Meß_ und Gebetbücher und andere fahrende Habe genommen, die Einbau, Zimmer und Gemach beschädigt, zerschlagen, zerbrochen und zersengt und das alles unnutz gemacht und dadurch einen Schaden von mehr als 3000 fl. zugefügt haben. [Vochezer 2,1900,S. 772; Orig: fürstl. Archiv Zeil_ Wurzach Nr. 504]

1538  15.12. 
Die Städte Memmingen, Lindau, Ravensburg, Wangen, Isny und Leutkirch legen Widerspruch gegen das Zollprivileg von 1530 ein. ..." einen neuen Zoll in seinem Dorf Aichstetten, wo die meisten Wagen und Kaufmannsgüter, zudem Wein, Korn und anderes, so von Frankfurt, Nürnberg und anderswoher in unsere Gegend herauf und von da ins Welschland durchgehen..." [Vochezer 2,1900,S. 776; Original im Stadtarchiv Augsburg]

1539
Die Herrschaft Altmannshofen geht durch Kauf an die Herren von Landau und wird mit Waizenhof vereinigt; die hohe Gerichtsbarkeit liegt bei der Grafschaft Zeil, die niedere bei den Herrschaftsinhabern. [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1539  29.7.
Berthold, Sohn des verstorbenen Moritz von Altmannshofen, verzichtet auf dem kaiserlichen Hofgericht in Rottweil gegen 2000 fl. auf seine Erbansprüche zugunsten von Heinrich von Landau. [Schwanzer, S.74, nach Urkunde im Archiv Zeil]

1548
Kirche: Dachziegel mit Jahreszahl 1548 bei Neueindeckung der Kirche 1818 gefunden [Pfarrchronik]

1559 - 1567.
Peter Greuter aus Aitrach klagt vor dem Reichskammergericht gegen Kaspar Epp Gerichtsweibel zu Aichstetten.; 1556 wurde vor dem Gericht in Aichstetten gegen Peter Greuter eine Anklage wegen unbefugtem Holzhauen am "Dalmensberg" in waldburgischer Obrigkeit, wofür Peter Greuter mit 620 Pfund Heller Strafe belegt wurde. Peter Greuter als Untertan des Johann Jakob Freiherr zu Königsegg_Aulendorf, beruft sich darauf, mit Erlaubnis des obrigkeitlichen Holzwartes gehandelt zu haben, und daß die 1. Instanz keine Rechtsgewalt über ihn hatte. [Original: HStASt C 3 Bü 1385]

1567  16.12.
Georg von Frundsberg vermittelt in Aichstetten einen Streit zwischen Jakob von Waldburg und Heinrich von Landau zu Altmannshofen, wegen des Brückenzolls zu Altmannshofen und der Fischrechte in der Aitrach. 1. sollen die Truchsessischen Untertanen zu Aichstetten und die dorthin Pfärrigen von dem, was sie auf ihren Gütern bauen, ob sie schon über die Brücke zu Altmannshofen auf den Markt führen, und was sie von anderen Orten zu ihrer Haushaltung, auch die Wirte zu Aichstetten zu Erhaltung der Wirtschaft einkaufen und über die Brücke fahren, sollen sie von jedem Wagen vier und von jedem Karren zwei Pfennig zahlen, dagegen aber von jeder Baulast an der Brücke frei sein; 2. sollen sich der von Landau und seine Untertanen des Holzzolls von dem Holz, so an die Aitrach verkauft wird nicht weigern; 3. wurde das Fischen in der Aitrach geregelt; 4. wenn die truchsessischen Untertanen durch Holzflösen an der Brücke Schaden tun, so sollen sie auch denselben vergüten. [Vochezer 3,1908,S. 457]

1570  29.4.
Erbtruchseß Jakob Freiherr zu Waldburg, Herr zu Wolfegg, Waldsee, Zeil und Marstetten, verkauft zugleich im Namen seiner Brüder Johann, Philipp und Georg dem Biberacher Frühmesser Georg Scherrich für 1100 rh. fl einen Zins von 55 rh. fl aus ihrem Dorfe Aichstetten (Aychstetten) bei Zeil, das dem Spital Memmingen um 6000 fl Hauptgut, der Barbara Ungelter zu Memmingen um 2000 fl, dem Marck Stebenhaber zu Lobenhausen um 3000 fl, dem Wolf Dietrich Lauppin zu Memmingen um 4000 fl und dem Bürger und alten Stadtammann zu Memmingen Erasmuß Geßler um 2000 fl verschrieben worden ist.[Original; Spit.A. Biberach U 2493]

1578  23.6.
Jakob von Waldburg leiht sich bei seiner verwitweten Tante Katharina, Gräfin zu Tübingen, 3000 Gulden zum Wiederaufbau des abgebrannten Schlosses Wolfegg und verschreibt ihr jährlich 150 Gulden Zins von seinen Dorf Aichstetten. [Vochezer 3,1908,S. 485]

1583
ältestes in Zeil aufbewahrtes Urbar der Gemeinde [Zeiler Archiv] untere Mühle als Erblehen der Grafschaft Zeil

1587
Da in der Herrschaft Zeil nirgends Schulmeister sind, wird verordnet, daß jede Pfarrgemeinde einen aufnehme. - Die Meßmer wolle man fortschicken; die Communen wollten letztere neben den Schulmeistern behalten, was ihnen gestattet wurde. [nach: fürstl. A]rchiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1587 Fol. 10-11
Jakob von Waldburg tauscht mit seinem Unterammann der Herrschaft Waldburg Hans Forstenheißer drei Güter zu Mollen und erhält dafür dessen Güter in Aichstetten. [Vochezer 3,1908,S. 507; Orig.: Wolfegger Archiv Nr. 1805]
27.11. Jakob von Waldburg schließt in Anerkennung der für den Schloßbau zu Wolfegg geleisteten Fuhren, Fronen und dem Bauschilling, bezüglich der Frondienste Verträge auf fünfzehn Jahre ab und zwar mit den Untertanen des Gerichtes Essendorf, der Herrschaft Schwarzach, Eberhardszell, Schweinhausen, Waldburg, des Gerichts zu Haisterkirch, Aichstetten und mit Österreich wegen dessen Untertanen. [Vochezer 3,1908,S. 507]

1588  17.6.
Jakob von Waldburg vereinbart mit Haug, Vogt von Summerau zu Praßberg einen Lehentausch. Jakob tritt die Lehensgerechtigkeit von zwei Wiesen, zwei Höfen und zwei Gütern gegen die Lehensgerechtigkeit Haugs in Dorf und Pfarrei Aichstetten ab. [Vochezer 3,1908,S. 525; Kopie im Wolfegger Archiv Nr. 16139]

1590
Aufgrund des Entstehungsdatums im Kruzifix der St. Wolfgangskapelle schließt die Pfarrchronik, daß die Kapelle bereits zu diesem Zeitpunkt bestanden hat. [Pfarrchronik Bd.I, S. 22 ]

1601
Die Freiherren von Muggenthal kaufen die Herrschaft Altmannshofen. [Allgäuer Geschichtsfreund, 1898]

1602
Erste Erwähnung einer Schule in Aichstetten (Quelle ? Nach Müller)

1604 - 1614; 
auf Schloß Zeil existiert eine sogenannte Landkarte aus dieser Zeit (in einer quasi Vogelperspektive), die das Herrschaftsgebiet Zeil und Wurzach-Marstetten darstellt.

1608
Zur Erweiterung des Kirchhofes in Aichstetten und dem damit verbundenen Neuaufbau der Friedhofsmauer leiht sich die Kirchenpflege 100 Gulden und verpfändet dafür ihren Wald zu Breitenbach. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1608, Fol. 265]

1609  19. Juni
Das junge Volk zu Aichstetten bittet ihro Gnaden unterthänig ihnen gnädig zu gewähren an Sonn und Feiertagen daselbst tanzen zu lassen. Ist gnädig verwilliget worden 1 Uhr bis 3 Uhr, der Wirt soll ihnen nach 5 Uhr nichts mehr geben. bei Strafe pro Person 1 Pfund Pfennig.[nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1609, Fol. 281]

1610
Errichtung der später abgebrochenen Kirche St. Johann im Wald nach einer Inschrift. = In diesem District lag auch eine Kapelle, ad Sanctum Johannem in Silvis genannt, welche ehemals ein sehr berühmter Wallfahrtsort soll gewesen sein, es geschahen auch allda viele Wunder, und waren vor dem viele Votiv Taflen, Krücken, und dergleichen allda aufgehängt, auch erzählen mehrere Leute, daß bei vorgenommener Renovation dieses Kirchleins, ein ganzer Wagen voll, der mit drei Pferden kaum zu ziehen war, von derley geopferten Sachen seie verbrannt worden. = [Pfarrchronik Bd.I, S. 28]

1613
Das Zollprivileg in Aichstetten für die Truchsessen wird bestätigt [Entwurf Merktsche Gedenktafeln]

1614
Verkauf des Erblehenrechtes der unteren Mühle an Truchseß Froben; fortan nur noch als Fall-Lehen verliehen [Zeiler Archiv]

1615  10.2. 
Die Herrschaft macht mit Pfarrer Georg Ruepp zu Aichstetten auf Lebzeit einen Vertrag, daß er den Wälderzehend, den er für sich allein beanspruchte, ganz der Herrschaft überläßt und dafür jährlich 15 Malter Haber, sowie den Zehend des Widdums allein beziehen solle. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1615, fol. 221]

1616  18.11. 
Die Gemeinde Aichstetten beschwert sich bei der Herrschaft über Zehntansprüche des Pfarrers von den Wiesen "ZwischenAch". [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1616, fol. 83]

1617
Totschlag mit Sühnebuße. (noch abschreiben) Michael Geiger, wolfeggischer Müller in der Riedmühle "vigor Constanzischer Comission" büßt öffentlich seinen an Jeremia Lehner, ehemaliger Jäger zu Hayggen (Haidgau) begangenen Totschlag. Erstlich in der Büßer in seinen Klagekleidern und einer brennenden wachsenen Kerze in der Hand tragend vom Pfarrhof aus bis in die Kirche den Priestern nachgegangen, in der Kirche in einen Stuhl, so daß in der Prediger ansehen konnte, gestanden, darauf kam eine starke Predigt "de gravitate Homicidii", den Büßer obigirt, wie er Gott Vater, Sohn und Heiligen Geist, auch den Entleibten, dessen Witwe, Kinder, Freunde, ja den Erdboden höchlich beleidigt, letztlich aber daß über ein büßenden Sünder ein größere Freud dann "Super non aginta novem qui non indigent ponitentia" sei, getröstet, und das Volk zur Fürbitte und heiligen Opfer für ihn zu tun angemahnt worden. Nach Vollendung der Predigt hat der Priester dem Büßer vor den unteren Altar geführt und niederknien lassen, darauf ein Seelenamt angefangen und als dasselbe vorüber, führt der Priester den Büßer zum obersten Altar, läßt ihn gleichfalls niederknien bis das Amt aus ist. Danach läßt die Obrigkeit bei höchster Strafe und Ungnade ausrufen, daß "niemand khein" Hand anlegen noch dem Büßer Verhinderung antuen solle. Man geht in Ordnung mit dem schwarzen Kreuz, der Büßer den Priestern nach zum Grab des Entleibten, währenddessen wird mit allen Glocken geläutet. Der Büßer mit seinen brennenden Kerze kniet neben dem Grab und von den Priestern die Seelenvesper gebetet, deß entleibten Freundschaft zum drittenmal im Namen Christi Jesu, der am Kreuz die Marter unseretwegen gelitten und gestorben ist, um Verzeihung. Auf dieses publiciert der Pfarrherr, weil der Büßer sowohl mit der Freundschaft als auch weltlich und geistlichen Obrigkeit versöhnt, solle er nicht zweifeln, er werde auch mit Gott versöhnt sein.  Laßt ihn deßhalb aufstehen und in Frieden gehen, damit ihm nicht ärgeres erfolge. Er nimmt also die Kerze von ihm und gehet der Büßer seinem Haus oder wohin er will in Klagekleidern fort. Die Priester, Mesner und wer von der Obrigkeit da ist, essen auf seine Kosten eine Mahlzeit im Wirtshaus. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1617, fol. 215] Zeiler Herrschaft um 1620 noch 1500 Personen 1648 nur noch 230 Personen [Linsenbolz]

um 1620
Das Schloß Altmannshofen wird neu gebaut. [Das Land Baden-Württemberg Band VII] Beschreibung aus dem Zeiler Archiv aus dem Jahr 1646; Nr.1227 Fol. 1 A: Erstlichen liegt das Schloß als ein schönes neu erbautes Herrenhaus 7 Stuben und Kämmer, 2 Säle, 2 Kuchen, dann mit schönen Gewölbe und Kellern wohl versehen, die Zimmer mit schönen Täfern und Ofen wohlgeziert auf einer kleinen Höhe liegend, darumb einen Wassergraben, nächst dem Fluß Aitrach dazwischen nur ein Fahrweg an welchen Wasser ein Mühl mit 4 Gäng, 1 Gerb und 2 Sägen zu welcher ein Herr von dem Schloß aus darzu sehen kann und gehört solche Mühl zu dem Schloß, so ein schönes Baindt.

1621  27.6. 
Herr Magister Georg Ruepp Pfarrer in Aichstetten macht mit der Gemeinde wegen des Zehents in Zwischenach folgenden Vertrag: Die Gemeind gibt ihm jährlich 6 Tannen zum Trichlen und zur Unterhaltung des Brunnens im Pfarrhof, auch läßt sie ihm den Bogen - die Schefenlendi genannt - jährlich heuen und ohmaden, und will ihn, weil solcher dem Wasser ausgesetzt ist, mit Anhängen schützen, damit er nicht kleiner werde. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1621, fol. 341]

1630
Wallenstein errichtet im Sommer des Jahres das Hauptquartier des kaiserlich-katholischen Heeres in der Stadt Memmingen.

1630 - 1657. 
Johann Bonnenmayer, ehem. Rentmeister zu Aichstetten klagt gegen Johann Jakob Freiherr zu Waldburg wegen Arrestierung, Einbeziehung seines Besitzes und Ausweisung seiner Familie wegen Verdachtes auf Untreue im Amt als Vogt von Aichstetten. Beigelegte Urkunden u.a.: Inventar und Hausrat von 1629, auf 28 Seiten 4 Pferde, viele Pistolen/Gewehre, zahlr. Bücher einzeln aufgelistet, Gemälde und Heiligenbilder, Geschirr, Messinggeschirr, Kupfergeschirr, Küchengerät, Mannskleider (z.B. schwäbisches Baurenkleid... mehrere Seiten); Zubringungsinventar der Ehefrau o.D. (6 Seiten)

Original: HStASt C 3 Bü 425

1632
Nach der Schlacht bei Breitenfeld erobern und plündern schwedische Truppen Oberschwaben. [Das Land Baden-Württemberg, Bd. VI, S.635]

 

1636
Die Herrschaft verkauft in Aichstetten einige öde stehende Soldhäuser für 5-6 Gulden auf Abbruch. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1636]

1636  10.4. 
Der Bader von Aichstetten klagt, daß der Wirt Michel Pfalzer alda den 7 schwedischen Reitern, die zu Buxheim liegen, und zu Aichstetten eingefallen sind, die von ihm, in seinem Haus versteckten Sachen, samt einer Kuh,- angezeigt und verraten habe. Beklagter wendet ein, daß diese Reiter ihn, nach Eingießung vielen Laugs, und Wassers, dann empfangener Streiche, dazu genötigt haben. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1626, fol. 185b]

 

1637                                  9.3. 
Die Herrschaft nimmt einen Schützen zu Aichstetten auf, - er hatte zu Lohn monatlich 4 f., dann folgendes Jagdrecht: für einen Hirschen oder Wildschwein 1 rh. Taler; ein Reh 20 kr., Frischling ½ rh. Taler, für ein Amtsvogel  8 kr.; für einen Haßen 10 kr, für ein Rebhuhn 15 kr, und er soll nirgends anders als in den Grenzen der Grafschaft schießen. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1374, fol. 218]

1639
Graf Hans Jakob von Waldburg Zeil kauft alle Lautracher Rechte am Rittergut Vogelsang. Seitdem ist Vogelsang, das bis dahin mit Lautrach zur Reichsritterschaft gehört hatte, als eigenes, mit Sitz und Stimme auf dem Ritterconventen begabtes Rittergut anerkannt. [nach Baumann Bd. 3, S.245]

1645  26.10.  
Verhandlungen über die Einlösung von Zinspflichten einiger Güter zu Aichstetten an eine Kirchenpflege von Memmingen. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1645, fol. 38]

1646
Eine Beschreibung des Schlosses in Altmannshofen spricht von einen "schönen, neuerbauten Herrenhaus" mit 7 Stuben, 7 Kammern, 2 Sälen, 2 Küchen und mit schönen Gewölben und Kellern. Es handelt sich um einen größeren Umbau. [Schwanzer, S.67, nach Urkunde im Archiv Zeil]

1646
In den letzten Kriegsjahren wird das Kreisgebiet Ravensburg besonders schwer heimgesucht. [Das Land Baden-Württemberg,Bd.VI,  S.635]

1646  19.4. 
Das Gut Vogelsang war schon Anno 1643 an einen Schweizer namens Bischofberger und in Folge an 2 andere verpachtet. Im ersten Jahr erhielt die Herrschaft wegen begegneter Plünderung, nur 2 Käse und 1 Zentner Butter; im folgenden Jahr 2 Centner Käse, 1 Kalb und für Contribution 20 f. Dann in folgenden Jahren 30 bis 50 f. auch das Haus reparieren.- Sie hatten sich aber jetzt wegen Unsicherheit im Vogelsang, mit ihrem Vieh nach Rothis geflüchtet. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1646, fol. 184b]

1648  5.8.  2
Wölfe haben dem Bader von Altmannshofen sein Fohlen über der Brücke Richtung Aichstetten gerissen. Weil jener es durch den Wasenmeister von Leutkirch und nicht durch den Zeilschen von Boschen abdecken lies, wurde er mit Gefängnis bestraft. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1648, fol. 157]

1618 - 1648
Auswirkungen des 30-jährigen Krieges: ....Auch kann man aus diesem Ehe Register an verschiedenen Seiten und Jahrgänge ersehen, daß mehrere nicht katholische Ehen in der Pfarrei, besonders auf den sogenannten Wälder­höfen, gewesen seien, so heißt es z.B. vom 15. Aug. 1658 Sponsalia in Aichstetten Celebravunt Rudolph Zolliger sonsten genannt Bergbauer (?) zum Siglis, et Anna Gruberin aus Bindter, uterque Calvinista, Nuptia vera, 25. hujus Celebravunt Testibus David Natterer et  Jacob Pfender! ! sciendum /:heißt es sodann weiter:/ quod omnia com praescit Consensu Vicary generalis Constantiae facta sint === Auch noch vom Jahr 1672 findet sich im Aichstettischen Pfarrarchiv ein Zettel wo die Bettstunden bei zehnstündigem Gebett in der Pfarrkirche für die Pfarrkinder ausgeteilt sind, wo es heißt: von 2 bis 3 Uhr sollen betten, die in Beniswald, Sigglis, Langensteig, Nestbaum, und was auf den Wäldern katholisch === Die Ursache aber hievon ist, weil /:während dem alles verwüstenden Schwedenkrieg, und hierauf folgende traurige Pestzeit:/ sehr viele Bauernhöfe ganz öde, und ausgestorben waren. -- Graf Paris Jacob von Zeil aber, um seine Herrschaft wieder zu bevölkern, eigene Männer auf den Kreuzstraßen ausstellte, welche die vorbeigehende Leute, ohne Un­terschied weder der Religion noch Nation einladen mußten, sich in der Herrschaft nieder­zulassen; wobei der Wert der Bauerngüter so sehr gesunken, daß diesen Fremden ein Hof im Tal, wo es etwas fruchtbarer ist, um zwei spanische Dublonen/: einer im Wert zu sechszehn Gulden:/ und auf dem Berge, wo die Gegend rauher ist, für eine solche angebo­ten wurde, auf welche Weise er sich mehrere Unterthanen aus der Schweiz, erwarb, deren Geschlecht und Zunamen sich in ihren Nachkömm­lingen, noch bis auf den heutigen Tag in dießer Gegend fortgepflanzet haben.:  [Pfarrchronik,Bd.I, S.52-53] Aus dießer Beschreibung (Altmannshofer Kirchenrechnung) ersieht man, daß die Schweden als Feinde in Almannshofen sehr übel müßen gehauset haben, da sie sogar den Pfarrhof verbrennet, und auch zum Teil der Kirche nicht verschonet haben. - Warum sie aber da so besonders gewütet, und aus welchem Anlaß dießes geschehen, weiß man dießseits nicht anzugeben, da man doch sonst von besonderen Seegen und Brennen derselben in dießer Gegend nichts weiß. Daß diese Zeiten, sowohl an Leuten, als Geld müßen erschöpfet gewesen sein, beweißen das erste die hießigen Taufbücher, welche in dießen Jahren von beiden Pfarreien Aich­stetten und Almannshofen zusammen, kaum zwanzig Taufen im Jahr aufgezeichnet in sich enthalten, als auch von letzterem das beständige Jammern des Herrn Pfarrers Schorer sowohl, als deßen Nachfolgers H: Strobel, wenn sie von der Herrschaft Zeil, um das jährliche Vogtrecht und Stiftspension, die sie meistens schuldig blieben, angegangen worden, wobei sie hoch und teuer versicherten, daß sie ihre jährlichen Einkünften, besonders weil die Früchten damals auch in gar keinem Werth waren, nicht auf dreihundert Gulden brachten. -- Herr Schorer führte auch auf besonderes Anlagen der Gräfin Johanna von Zeil geborene Gräfin von Wolckenstein die Bruderschaft des heiligen Roßenkranzes in der Pfarrei Aichstetten ein, worüber noch die Ablaßbriefe und übrigen Bücher im Pfarr Archiv vorhanden sind. ---- [Pfarrchronik, Bd.I,S. 88-89] Zeiler Herrschaft um 1620 noch 1500 Personen 1648 nur noch 230 Personen [Linsenbolz]

1648
In diesem Jahr haben die Schweden in Rieden ein Haus ganz abgebrochen und eines ist abgebrannt (fol.4), in Oberhausen ei Haus abgebrannt und alle Mobilien fortgenommen (fol.11) in Rieden wieder ei Haus ganz ruiniert (fol.15) Einem Aichstetter wurde auf der Landstraße bei Waltershofen sein Pferd von österreichischen Reitern genommen (fol.36); in einer Nacht waren einmal 500 schwedische Reiter in Aichstetten, welche einem Wirth den Kellerschlüssel mit Gewalt genommen und allen Wein getrunken haben. (fol.144) [nach fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1648, fol. 4-144]

1649  21.7. 
Johann Voll aus der Grafschaft Sonnenberg, lutherischer Religion, der sich erboten hatte, im Fall seines Verbleibens seine Kinder katholisch erziehen zu lassen, wurde ein Gut von 2 Roßbäuen zu Aichstetten auf 3 Jahre- gegen Erdschatz von 9 f. unter der Bedingung verliehen, daß man ihn zwar bei der evangelischen Religion verbleiben lasse, er aber weder Psalmen singen, noch öffentlich über Religion disputieren solle. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1649, fol. 177]

1649  1.9. 
Um die Satisfactionsgelder für die schwedischen Soldaten weiter aufzubringen, wollte man zweyen Herren von Chur etliche Güter zu Aichstetten, Vogelsang, und Allmanspeyr, auf 40 Jahre gegen Erdschießung von 400 f. geben.. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1649, fol. 199]

1650  28.1. 
Dem Pfarrer Georg Schorer in Aichstetten wurde per Decretum aus der zeilschen Kanzley verwießen, daß er 2 Personen ohne herrschäftliche Bewilligung, von der Kanzel verkündet, und copuliert habe, - er excusierte sich, es seye aus Unbedachtsamkeit geschehen, und werden nicht mehr geschehen. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1650, fol. 43b]

1650  20.9. 
Dem Rudolph Zollicker und seiner Frau von Landender, sind die Güter zum Sigglis und Schnackenberg lebenslänglich verliehen worden; sie gaben Erdschatz 50 Ducaten, versprachen auf jeden Hof ein Haus und Stadel zu bauen, wozu die Herrschaft das Holz gratis abgibt; zahlen jährlich der Herrschaft 60 f. - der Landschaft 5. - sind dann aller anderen Beschwerden exemt und sonderlich - der Religion halber befreit - allermasen mit den H. Sulzern auch bedingt worden. Den 30. Oktober 1650 wurden 2 ihrer Kinder, so sie in 10 Jahren auch benennen müssen, samt dero künftigen Ehegemächten sub iisdem Conditionibus, gegen 40 Ducaten Erdschatz, vorläufig verliehen. Das macht 120 f. [fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1650, fol. 282]

1651  24.8. 
Der Oberamtmann und der Untervogt von Zeil reiten nach Aichstetten und werfen der ganzen Gemeind ihr loses Leben, Fluchen, Schwören, Spielen, Fressen und Saufen vor und ermahnen zur Besserung... [fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1651, fol. 29]

1652  24.10. 
Kaspar Erlach aus Küßnacht bei Schweiz bittet unterthänig, ihme, das ganze Altmanspeür uf 6 Jahr lang, in einem gewißen Zins für Alles, gnädig zu verleihen. - Resolut: Soll jährlich 100 f geben, aller Beschwerden, allein den Zehenden ausgenommen, frey sein, und die 6 Jahr lang, die Häuser im Bau erhalten. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1652, fol. 254 b]

1653  21.6. 
Ein Leutnant von der Compagnie des Grafen von Mayland sollte mit 32 Mann nach Mailand; als sie von Memmingen heraus gegen Aichstetten in den Hard kamen, rebellierte die Mannschaft, massacrierte auf eine scheußliche Art den Leutnant, teilte sein Geld und Habseligkeiten, und zerstreute sich. Der Leutnant wurde in Aichstetten begraben. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1653, fol. 38 b]

1653  25.9. 
Der Zeiler Forstmeister klagt gegen Peter Gantner, Michael Frey und Georg Haldern, alle drei zu Rieden, ihre Weiber und rev. Schwein, - hätten widers Verbot, die Aichelen aufgelesen, und die Schwein mit sich genommen, die übrige aufzufressen. Die Gantnerin wurde um 2 die anderen jede um 1 ½ Pfund Pfennig gestraft. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1653, fol. 71]

1654  28.5. 
Auf Befehl wird in der Grafschaft Zeil von allen Kirchen publiciert, daß wer Lust und Lieb habe, ein Häusle zubauen, es sey wo es wölle, in der Grafschaft und Feld zu nehmen, der solle drei Jahre lang, mit der Contribution auch zins und Geld, auch allen anderen außer der Dienst und Zehend befreit sein. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1654, fol. 248]

1655  10.6. 
Wer ein neues Haus erbaute, wozu die Herrschaft das Holz gab, und ein Gut dazu annahm, war regelmäßig 3 Jahre aller Abgab - mit Ausnahme 4 Dienste - frei. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1655, fol. 190 b]

1655  15.9. 
Es wurde Augenschein gehalten, von allen baufälligen Häußern, und darüber referiert. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1655, fol. 208 b]

1655  25.9.
Protokoll der baufälligen Häuser: Aystett: Christian Schreglen sein Haus ist ganz kein nutz, hat kein Geschwell und kein Dach, und sagt, wann er baue, baue er ein neues anderes. Mathäus Kibele sein Stadel ist ganz dachlos, verdirbt und fällt ein, das Holzwerk ist gut und schad darum. (Hat bauen wie ihm befohlen) Peter Steuer läßt alles zergehen ist noch nichts gemacht abermalen mans ihm schon zum drittenmalen befollen worden. Hans Müller lasset sein Soldhaus ganz zugrund gehen, bauet gar nicht daran. Hans Hecht solle wie vorher auch auferlegt worden, das Dach und Geschwell verwahren. Hans Würfel hat noch nie nichts gebaut ohn angesehn er vermög und das Geld hat Georg Zobel Zimmermann hat auch nichts gemacht Claudi Joseph solle decken und die Einwanden und die Umschlag machen wie längstens befollen. Hans Lengst soll sein Haus besser decken, die Wand und die Stadel besser versorgen. Peter Mauch lasset sein Häusle wol gar uf ihme einfallen. Mathaus Braunörl, dabei es gar schlecht beschaffen sowohl mit Dach als Geschwell und Säulen, dabei aber mit der Feuerstell gar gefährlich solle solches besser verwahren oder aber ihme das Bachen abgeschaft werden. [Nach: ZAZ 2064 f 209 A]

1656
Altarweihe in der inzwischen abgebrochenen St. Georgskapelle auf dem Friedhof An der Vorderseite der Freythof Maur gegen Abend zu, war eine alte Kapelle /: die sogenannte St. Jörgen Kapelle:/ angebaut, deren uralten Ursprung man gar nicht weiß:... Im Jahre 1656 muß ein neuer Altar eingeweihet worden sein, weil sich noch im Pfarr-Archiv ein Bixlein von Blech mit heiligen Reliquien vorfindet, die in dem Sepulchro dießes Altars gewesen... ist, hierin findet sich eine Schrift auf Pergament, folgenden Jnhalt === Anno Domini MDCLVI: 24. May. Ego Georgius Sigismundus Episcopus Heliopolitanus Suffraganeus Constantiensis, consecrari Altare novum in honorem S. Georgy, S. Concordii, et S. Forunate Mart: in co Conclusi et Singulis Christi fidelibus hodie unum annum, et in Die Aniversaria Consecra­tionis hujusmodi ipsum visitantibus 40 Dies De vera Jndulgentia in forma Ecclesiae consueta consecri; ==== Diese Kapelle hat nur einen Altar, davon das Altarblatt, den heiligen Ritter Georg vorstellend auf Holz gemalt, mit noch einem solchen Gemäld, von ältestem Costume und Geschmack, die Anbetung der heiligen Drei König bezeichnend, die jetzt noch im Vorhau­se der Pfarrkirche aufgehängt sich befinden. [Pfarrchronik Bd. I,S. 22]

1656  28.7. 
Dem Rath und Untervogt Reichle in Aichstetten wurde rescribiert: "Es habe der Baron Westernach zu Kronburg sich gemeldet und beklagt, wegen seiner von dem Haus Österreich zu Lehen tragenden Güter zu Aichstetten, welche zum Teil, durch die Gemeind daselbst, wegen aufgeschwollenen Contributions Gelder, und anderes verwendet und angegriffen worden,- also durch sein Lehen geschwächt und nit zue Gutem kommen möcht; als solle der Untervogt, weil der Baron sich mit der Gemeinde abfinden wolle, die Gemeind versammlen, durch alte erfahrene Leuth die alieniert Güter gewißen, wo selbige anliegen, und wiederum gefolg und eingeantwortet werden. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1656, fol. 280 b]

1657
Auf der Zollstation Aichstetten sitzt der Zoller Bainder [Entwurf Merktsche Gedenktafeln]

1657  23.8. 
Marc Seitz Metzger zu Aichstetten, weil er ohne Beizug der Fleischschauer gemetzget und der Herrschaft die Zungen nicht geliefert, wurde um 3 Pfund Pfennig gestraft. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1657, fol. 90]

1659  30.1. 
Hans Glett Bierbrauer von Aichstetten, weilen er das Brauhandwerk redlich gelernt, sich bei der Zunft einkauft, den Brief darumb empfangen, und bis er endlichen solches völlig erlangt und zuwegen gebrach, großen Unkösten aufgewendet, als bittet er unterthänig, ihm das Brauen wiederumben gnädig zu vergonnen. Resul: Wann er der gnädigen Herrschaft sein Schuldigkeit gibt, - ist’s gnädig bewilligt. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1659, fol. 124 b]

1661  22.2 
Hans Georg Christoph Strobel, Kammerer und Pfarrer zu Aichstetten - verbunden, - aus dem genüßenden Zehenden, - der Herrschaft jährlich 50 f. Vogtrecht abzustatten, - beschwerte sich dermal höchstlich, weil nicht nur der Zehend zur Zeit sehr uneinträglich,- sondern der Pfarrhof ganz ruinös seye, - den er - neben dem Vogtrecht - nicht zu reparieren vermöge, - sondern die Pfarr ehender verlaßen müßte.- Es wurde ihm auf sein inständig demüthiges Bitten bewilliget, daß er pro 1660 nur 10 f. und zwar auch dieße insbesonderheit und allein zu notwendiger Reparation des sogenannten St. Johannes-Brunnen im Wald, - und dann für die nächsten 3 Jahre je 25 f.- in der Folge aber dann immer die 50 f bezahlen solle; inner diesen 3 Jahren müsse er den Pfarrhof auf seine Kosten reparieren lassen ohne Einrede nur im Fall er Hagelwetterschaden erleiden sollte, ist er hieran nicht gebunden. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1661, fol. 104 b]

1662 -1919
Haus Waldburg-Zeil übernimmt Ritterschaft Altmannshofen [Entwurf Merktsche Gedenktafel]

1662  16.3. 
Der erst in den Kriegsjahren entstandene Fahrweg - von Aichstetten und Rieden über Oberhausen- nach Aitrach un an die Iller, - so vor dießem - nur ein Fußsteig gewesen, - wurde abgeschafft, und bey 10 Pfd. Pfennig Strafe, - zu befahren verbothen. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1662, fol. 195 b]

1662  28.8  
Die Herrschaft hatte an Johann Bonnemayr fürstlich Salzburgischen Gerichtsschreiber zu Zeil - verschiedene Praetensionen. Derselbe hatte aber ein Haus und Gut in Aichstetten. - Auf Zitation erschien er persönlich, und man verglich sich mit ihm dafür, daß er sein Haus und Gut, der Herrschaft eigentümlich überließ, wogegen ihm noch 100 f per aversum hinausbezahlt wurden. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1662, fol. 20]

1662  19.10.  
Es wurde decretiert: daß Peter Steyer zu Aichstetten - auch 30 f. Taferngeld, und dasjenige bezahlen und leisten solle, wie es Georg Natterer bezahlt, auf welchen Fall er auch alle gemeine Zehrungen, als Führerrechnungen, Gerichtstäg, Heyrathstäg und Hochzeiten, - wechselweiß zu genießen. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1662, fol. 36 b]

1663  1.3. 
Daß damals alles bewaffnet immer einhergezogen und auch die gemeinen Bauren-Burschen - selbst wenn sie zu Lustbarkeiten, zur Fasching gezogen, Degen getragen haben, - find sich hier noch ein Beweiß. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1663, fol. 101]

1663
In den 3 Schultheißereien Diepoltshofen, Reichenhofen und Seibranz stehen noch 56 Höfe ganz öde. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1663]

1664  16.2.  
Der Hof Vogelsang wurde dem Anton Segler von Hof Kaltban in der Schweitz, unter dem Fürsten von Einsiedeln, auf 12 Jahr, folgender Maßen verliehen: 1.) wird ihm das vorhandene Heu und Stroh überlaßen, aber die Samen gehören dem H. Grafen Paris Jakob. 2.) Alles benöthigte Bauholz soll ihm gegeben werden. 3.) Ist er - aller Beschwerden, außer der Groß und Kleinzehends, frey, hingegegen 4.) gibt er Jährlich 164 f Zins, als auf Martini 100 f und auf Georgi 64 f. Anm: Dieser jährliche Zins wurde nachher moderiert auf 124 f.; Erbgraf Paris Jakob wohnte mit seiner Familie lange mit im sog. Amtshaus in Aichstetten. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1664, fol. 119]

1664  28.11. 
Andreas Tanner von Breitenbach verkauft seinen Erblehenhof dem Johann Schütz von Böhningen für 1130 f. - Davon bezog die Herrschaft pro consensu 10 pro cent mit 113 f. [nach: fürstl. Archiv Zeil; Kanzlei-Protokoll, 1664, fol. 160 b]

1662
Graf Johann Jakob von Waldburg erwirbt die Herrschaft Altmannshofen von Baron Wolf Bernhard von Muggenthal um 42000 Gulden. Die Pfarrei wird mit einem eigenen Priester besetzt, wodurch dem Aichstetter Pfarrer die dortigen Einkünfte verloren gehen.. [Pfarrchronik Bd. I, S.91]

1671  23. September; 
Als die Weiber in der Dörrhütten Flachs dörrten, und gar zu starkes Feuer machten, hat das Werk Feuer gefangen, und die Dörrhütte anfangen zu brennen, da hat Anna Braunöhlin ihre Brechen wollen noch herausholen, hat sich wider andrer Leuten wehren, hineinge­macht, ist von dem Feuer und Rauch gleich erstickt und erbärmlich in dem Feuer um­kommen, die Füß und Händ meistens abgebrannt, der übrige Leib aber bald herausgerißen und Christiano more begraben worden. --- Aus:  [Pfarrchronik, Bd. I,S. 48]

1673-76
Bau des Pfarrhauses unter Pfarrer Strobel. [Pfarrchronik Bd.I, S. 30]

1675
Langensteig und Nestbaum gehören nun zur Herrschaft Waldburg-Wurzach [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1681
Von diesem Kirchlein (St. Johann im Wald) ist noch zu melden, daß sich im Jahr 1681 den 24ten Juni, als am Fest des dasigen heiligen Schutzpatrones Johannes ein blutiger Raufhandel darin ereignet, vermög dessen ein gewisser Hieronimus Haaß Stadtschreiber in Wurzach, einem zeilischen Untertanen Nikolaus Müller Bauer von Wengenreuth, inner der Kapelle im Gedräng so stark auf den Kopf geschlagen, daß er häufiges Blut dabei ver­gossen. Dies gab Anlaß zu einer langen sehr mißbeliebigen Correspondenz zwischen denen zwei Herren Brüdern Grafen Paris Jakob regierenden Grafen zu Zeil, und Sebastian Wunibald regierenden Grafen zu Wurzach, der damals sich in Wien als Kayßerlicher Minister aufhielt. Der Stadtschreiber sollte endlich satisfaction, und dem Bauern Schaden­ersatz leisten, ob aber dieses geschehen, ist gewiß nicht zu behaupten, weil er, laut denen Acten, sehr in Schulden muß gesteckt sein, da man auf seine ausstehende Gelder allent­halben Beschlag legte, und dann die Truchseßische Dienst verließ... Die Kapelle aber selbst wurde, ob enormen Effusionem Sanguinis (Blutaustritt) von Konstanz aus, als Excerieret (entweiht) betrachtet. [Pfarrchronik, Bd.I, S.28]

1690
Bau des Pfarrstadels [Pfarrchronik Bd.I, S. 30]

1692
Im Gotteswald (1.Nennung 1491 als Gotteshauswald des Kl. Petershausen) entsteht eine waldburgische Domäne auf einer Rodung (nach 1900 wieder aufgeforstet); sie gehört zum Rittergut Vogelsang [nach Rauh, Der Kreis Wangen, S.99] [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1702                        -1714 
während des spanischen Erbfolgekrieges kommt es im Gebiet des Kreises Ravensburg zu Truppendurchmärschen und entsprechenden Einquartierungen. [Das Land Baden-Württemberg, Bd.VI,S.635]

1708
Bau des Schulhauses um 504 Gulden und 18 Kreuzer [Pfarrchronik Bd.I, S.58] Eine Bruderschafsstiftung aus dieser Zeit kommt dem Schulunterricht zugute: ... der andere halbe Teil aber von dem halben Zins solle für die armen Kinder, welche zu Aichstetten in die Schule gehen wollen /: sollen sie auch Bettler auf der Gasse sein:/ angewendet werden, um den Schullohn, auch Rechnerlohn zu bezahlen, mit dießer ausdrücklichen Bedingiß, daß die Kinder, so dießen Schullohn genießen, zum ersten den Druck lernen, und alsdann erst, wenn sie länger gehen wollen, und von Herr Pfarrer für tauglich erkennt werden, das geschriebene, oder auch das Rechnen vorhanden nehmen. Der Rest von diesem halben Teil des Zinses solle der Fabrik St. Michaelis Pfarrkirchen zukommen, oder nach Gutdünken des jeweiligen Titl: Herr Pfarrers zu Unter­weisung der Jugend in der Musik nach Proportion, des Fleißes, Mühe und Arbeit des Schulmeisters verwendet werden. == Dießer halbe Zins beträgt jährlich 21 f. und genießt dermal der Schulmeister, wegen Müh und Arbeit, aber nur auf Wohlverhalten, und ad nutum revoca­bel 12 f. das übrige wird gemäß Fundation für arme Schulkinder verwendet.  [Pfarrchronik Bd.I, S. 171]

1711                        - 19 
Neubau der Wolfgangskapelle [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1714
Der Bückenzoll bei Waizenhof kommt an das Kloster Rot [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1716
Kirchenrenovation                         [Pfarrchronik Bd.I, S. 17]

1721
Erweiterung der Kirche in Altmannshofen

1725
Einrichtung einer Ölstampfe für Flachsöl in der unteren Mühle [Zeiler Archiv]

1737
Neubau der Kirche in Eschach (Kirchweihe 1746)

1741
Marktrecht der Gemeinde Aichstetten [Das Land Baden-Württemberg Band VII; Originalurkunde Zeiler Archiv] jeweils am 28. Oktober Markt: vom Bräuhaus bis zur Metzgerei Steinhauser bis zum Adler; bei Bräuhaus und Schmied Schorer Schießbuden; Viehmarkt beim Hirsch und früher Krautmarkt; 1958 Auflösung des Marktes [Linsenbolz]

1746
Neubau der Kirche in Eschach [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1746
Im Jahr 1746 trug der damalige Bruder dieser ehemaligen Klause Antonius Happach von Augsburg gebürtig, eine von Holz geschnizete Bildniß Christi Flagelatti auf seinen eigenen Schultern von der berühmten Wallfahrt auf der Wieß bei dem Kloster Steingaden, welches auch allda anberührt worden, bis zu dießer kleinen  Kapelle, welches auch allda auf den Seitenaltar in Corun Evangelii gestellt wurde.  [Pfarrchronik Bd. I, S. 24]

1750
F. Michael Davin Ysneens (= verm. Kloster Isny) ist Eremit in Aichstetten [Personalkatalog der Diözese Konstanz, S.325]

1754
Erwähnung eines Gerbers mit einer Lohstampfmühle [Zeiler Archiv]

1755                        /56 
Franz Anton von Zeil läßt am Altmannshofer Schloß größere Reparaturen vornehmen. [Schwanzer, S.68, nach Amtsrechnungen im Archiv Zeil]

1760
Vor dem Jahr 1760 war diese Kapelle (St-Wolfgang) nicht consecrieret, und wurde nur auf dem Hochaltar auf einem Portatile celebrieret. - In diesem  Jahr aber den 7ten August consecrierte der damalige Weyh Bischof von Konstanz Franz Karl Graf Fugger von Kirchberg das Kirch­lein, sowohl als die Altäre, und erteilte hierauf auch auf dem Platze vor der Pfarrkirche das heilige Sakrament der Firmung. = Die ehemalige Klauße stoßet gerade links an den Chor dieser Kapelle, und hat ein Fenster in diesem angebracht. = Übrigens wird zur Sommerzeit alle Sonntage Nachmittags mit denen Kleinen Christliche Lehre in dieser Kirche gehalten, wozu sie sehr bequem und geräumig ist, auch haben die Leute schon von unerdenklichen Zeiten her sehr vieles Vertrauen zu dieser Kapelle, und die Pfarrgemeinde geht den ganzen Sommer hindurch, jeden Freitag in der Frühe mit Kreuz dahin, um Gott um Abwendung schädlicher Ungewitter zu bitten. [Pfarrchronik Bd. I, S. 24]

1768
Im Jahr 1768 den ersten Februar wurde wiederum, zwar nicht mehr auf einen ganz neuen Bau der Pfarrkirchen in Aichstetten, doch aber auf eine Hauptreparatur derselben, so wie sie, bis heut zu Tag steht, gedacht, und in Beisein des regierenden Herrn Grafen Franz Anton von Zeil, ein Contract geschossen, deßen Original noch im Pfarrarchiv zu Aich­stetten aufbehalten wird /:zwischen Herrn franz Aberer Pfarrer daselbst, und Johann Georg Specht von Lindenberg gebürtig Kayßerlich-Königlichen-Baumeister der Herrschaft Bregenz:/ der nemliche der schon anno 1758 das Werk hat übernehmen wollen/: aufgeset­zet, Vermög welchem Baumeister dieße ganze Reparation um 1800 f: in Accord genom­men, so daß derselbe alles, auf seine Kösten, als Gips, Kalch, in der ganzen Kirche durchaus neue Fenster, Latten, Bretter samt Fuhrlohn, Eißen, die Chor= und Beichtstühle, das Comunicanter- und die zween Gitter bei den Seitenaltären, nebst Antritten, verfertigen solle, Herr Pfarrer aber die obgenannte 1800 f: innerhalb 5 Jahren in Ratis ex propriis an den Baumeister bestreiten und noch über dieß das Holz zum Gerüst zu der Kuppel, zur neuen Emporkirche, zum kleinen Chor, worauf die Orgel stehet, auf seine Kösten zu liefern, auch alles Holz, Stein und Sandfuhrwerk zum Bau gratis zu entrichten oder durch die Pfarrkinder entrichten zu laßen ====== [Pfarrchronik Bd.I, S. 164-166]

1769  29.9. 
Einrichtung einer Bruderschaft zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. Ziel: Mithilfe 1. daß die Dreifaltigkeit von den Menschen angebetet wird; 2. daß von allen Menschen dem dreieinigen Gott Dank gesagt wird für die Gnade der Erschaffung, Erlösung und Heiligung der ganzen Menschheit; 3. daß die armen Seelen im Fegfeuer bald aus den Peinen des Reinigungsortes erlöst werden. Regeln: 1. Täglich alles Tun im Namen der Dreifaltigkeit und mit dem Kreuzzeichen beginnen und dabei ein bestimmtes Gebet sprechen; 2. wenn möglich in der Woche einen Rosenkranz beten; 3. auf die Bruderschaftsfeste die hl. Sakramente empfangen und eine Betstunde halten zu Ehren der Allerheiligsten Dreifaltigkeit.                         Man gewinnt a) einen vollkommenen Ablaß 1. Am Tage der Aufnahme. 2. Am Titularfest. 3. Auf dem Sterbebett b) Ablaß von 7 Jahren und 7 Quadragenen an den Bruderschaftstagen: Ostermontag, Pfingstmontag, Allerheiligen, Stefanstag. [Nach einem Heftchen der Bruderschaft ca. 1949]

1778
in Aichstetten wird die allgemeine Schulpflicht eingeführt; erster Lehrer Josef Uhl

1784
erste Erwähnung der oberen Mühle

1788  /90 
Größere Reparaturen am Schloß Altmannshofen [Schwanzer, S.68, nach Amtsrechnungen im Archiv Zeil]

1790 - 99 
Vereinödung von Breitenbach, als neuer Ortsteil entsteht Klausstich; gleichzeitig Vereinödung von Rieden, hierdurch entstehen Langwand und Ochsensteig [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1792
Vereinödung von Altmannspeier; es entsteht Lauerbühl [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1794
Vereinödung in der Gemeinde Aichstetten, dadurch entstehen die Ortsteile Bärtle, Butscher, Hardsteig, Kirchmann, Stockbauren und Ziegelbrunnen. "Anno 1794 wurde der ganze Marktflecken Aichstetten vereinödet, und 22 Häuser hinaus gebaut. -Der Pfarrer bekam seine Einöde gleich vom Pfarrhause hinaus gegen Rieden zu, wie schon oben wo von den Feldungen des Pfarrguts die Rede war, das mehrere abgehan­delt worden. - Der alte Herr Pfarrer Brecheisen war aber mit diesem ganzen Einödungs Systeme gar nicht zufrieden, und da man ihm die bei diesem Geschäfte, für seinen Teil, aufgelaufene Unkösten, die auf 300 f. zu stehen kamen, vorlegte, wollte er keinen Kreutzer zahlen. Die hießige Gemeinde nahm ihm also den Wißwachß in der sogenannte Zwi­schen=Ach. in Beschlag, und behielt ihn bis zu seinem Tode, für sich. Sein Herr Nachfol­ger mußte also selben wieder an sich lößen, indem er nun besagter Gemeinde 100 f. zurück bezahlt, und das übrige mit 4 vom Hundert bisher verzinset." [Pfarrchronik, Bd.I, S. 180-181] Vereinödungsurbar von Aichstetten ist das erste amtliche Gebäudeverzeichnis

1795
Wasserversorgung in Aichstetten besteht aus 27 Brunnen, die mit Deichelleitungen vom Koppenmoos und vom Buchkapf gespeist werden. [Gemeindearchiv]

1795
Im nemlichen Jahre kommen auch wieder fremde Kriegsvölker ins Land; - nemlich das sogenannte Condeische Corps, welches aus lauter französischen Emigranten, meistens Adelichen bestand, die während der traurigen Revolution in Frankreich, aus ihrem Vater­land entflohen, und unter Commando des Prinzen Condèe in Dienste, des, damals mit Frankreich Krieg führenden Deutschen Reiches übertraten. Dieße wurden in hießige Gegend in Kantonierung gelegt, und  blieben bereits, durch ein ganzes Jahr hier stationiert; - der Flecken Aichstetten mußte also auch Quartier tragen, und auch im Pfarr­hofe waren immer derlei Emigrierte französische Officiers einquartiert: [Pfarrchronik, Bd.I, S. 183-184

1796
das Jahr war äußerst traurig für die hießige Gegend.... zügellose französische Republicaner.. [Pfarrchronik, Bd. I]
Vereinödung Rieden [pers. Akten Lehrer Riedle]
Abbruch der Georgskapelle auf dem Friedhof. [Pfarrchronik, Bd.I, S.22]

1798
Graf Ferdinand war kaum 14 Tage auf der Pfarrei, als schon Österreichische Truppen gegen die französischen Republicaner, allenthalben wieder in die Gegend kamen. Nach Aich­stetten kamen Anfangs Ungarische Grenz Husaren, mit welchen er gleich Anstand bekam, da sie ihm den Haber gewaltsam von seiner Schütte nehmen wollten; zum Glück für ihn war gerade ein Officier namens Paulowiz im Orte, welchen Herr Graf Ferdinand, schon von mehreren Jahren her, von Zeil aus kannte, dießen sprach er um seine Vermittlung an, und erhielt sie auch. Nach dießen kamen von verschiedenen Regimentern Österreichischer Jnfantrie von Colloredo, Kayßer, und Erbach nach Aichstetten, wo auch im Pfarrhofe immer Officiers und Feldpatres einquartiert waren. bis sie endlich zu Ende März alle aufbrachen, und nach der berühmten Schlacht bei Ostrach, die Franzosen bis in die Schweiz jagten, nach welchem es in hießiger Gegend wieder für dießmal ganz ruhig ward.. [Pfarrchronik Bd.II, S.22]

1799
Vereinödung von Eschach [Das Land Baden-Württemberg Band VII] Im Monat August wurde es wieder sehr unruhig in denen hießigen Gegenden, indem Russische Hilfs Völker, man rechnete sie über 36000 Mann stark, durchmarschierten und sich mit der Armee des Österreichischen Erzherzogs Karl bei Zürich in der Schweiz ver­einigten. Auch das Condeische Corps, so sich indeßen in Rußischen Sold begeben, kam zu Ende September wieder in die Gegend, und den 28. des nemlichen Monats rückten die Grenadiers von Bourbon vom nemlichen Corps hier ein, um zu übernachten; ihr Genereal le Salgue kam in den Pfarrhof ins Quartier. Mit Ende October (1799) retierierte die ganze russische Armee nach der unglücklichen Schlacht bei Zürich, welche die französische Republicaner gewonnen, wieder, und zwar in einem sehr elenden Stand unter ihrem unglückseligen Anführer General Gorschakov, durch Schwaben in die Gegend von Augsburg zurück, welche Retirade über vier Wochen andauerte; in ihrer Gesellschaft waren auch Bayrische und Schweizerische Truppen. Herr Pfarrer bekam auch bei dießer Gelegenheit wieder mehrere rußische, und schweizerische Officiers ins Quartier. So mußte er (der Pfarrer) z.B. im November (1799) nach Lindau auf Requisitien der Österreichi­schen Armee liefern 7 Center 65 Pfund Mehl, 44 Metzen Haber und 45 Metzen Spelz in Natura liefern === Zu Ende des Jahres kamen abermals Österreichische Truppen, und zwar ein Cavallerie Regiment Modena, in hießige Gegend in Cantonierungsquartier, wovon ein Leutnant Schmid hier im Pfarrhof über 4 Wochen verpfleget wurde. [Pfarrchronik, Bd.II, S. 28-30]

1800
Abbruch der Kapelle St. Johann im Wald und Bau der Treherzer Kirche [Pfarrchronik, Bd.I, S. 28] 2500 österreichische Gefangene werden durch den Ort geführt [Riedle] Französischer Offizier von Heckenschützen bei Altmannshofen getötet und neben der Kapelle in Lauben beerdigt, dort wo jetzt die große Linde steht [Riedle] Des anderen Tages konnte hier kein öffentlicher Pfarrgottesdienst gehalten, auch keine Glocke geläutet werden, weil der französische Truppenmarsch früh morgens wieder anfingen...Die zügellosen Truppen drangen auch in mehrere Häuser des hießigen Ortes ein, um zu rauben und zu plündern.. [Pfarrchronik,Bd. II]

1801
Treherz wird aus dem Pfarrverband herausgelöst und eine eigene Pfarrei. Aus:  [Pfarrchronik, Bd. I, S. 28] Der Besitz des Klosters Weingarten in Eschach wird an Waldburg-Zeil verkauft [Das Land Baden-Württemberg Band VII] Eschach erlangt Selbstständigkeit

1802
Im Monat Oktober (1802) unternahm man von hießiger Gemeinde aus einen großen Wasserbau an den Fluß Aitrach, der so vielen Schaden durch seine Überschwemmungen denen hießigen Feldern verursachet, und gab ihm, von dem Wuhr von Almannshofen an bis an die Gießbrücke, eine gerädere Richtung durch sehr mühsames Durchgraben. [Pfarrchronik, Bd.II,S.50]

1803
Vereinödung in Altmannshofen [Das Land Baden-Württemberg Band VII] Im Zuge der Napoleonischen Umordnungen (Reichsdeputationshauptschluß) verlieren die Reichsstädte ihre Selbstständigkeit, werden die Klöster aufgelöst, und werden u.a. die Grafen von Zeil in den Fürstenstand erhoben: ... die regierenden Grafen Truchsessen mit ihren Gemahlinnen nahmen auch mit dem ersten November dießes Jahres (1803) den Fürsten Titel an. Am Sonntag darauf, wurde alsdann in allen Pfarr-Kirchen des ganzen Fürstentums Waldburgs, und also auch in Aichstetten, ein feierliches Te Deum gehalten, und in Zeil wurde ein großes Dinèe gegeben, auch von den Beamten, und Geistlichkeit, auf den Abend eine schöne Jllumination mit transparenten gemalten Sinnbildern, und schöner Musik veranstaltet. Mit dießem begnügte sich aber das Gericht Aichstetten noch nicht, sondern bath sich zur besonderen Gnade aus, seiner neuen fürstlichen Herrschaft noch besondere Ehren anzutun.. - SeineVorsteher kamen also zu ihrem Pfarrer Grafen Ferdinand, mit Bitte, dießen ihren Antrag der Herrschaft vorzutra­gen, welche ihn auch gnädig annahm, und es wurde der 21. November zu dießer Feierlich­keit bestimmt. . . -- An dießem Tage nun ritten die hießigen Ammänner, Bürgermeister und die meisten Gemeinder 48 an der Zahl, in der Frühe denen fürstlichen Personen bis an den Zeiler Berg entgegen, nahmen den Fürstlichen Wagen in die Mitte, und ritten in schöner Ordnung mit demselben bis zum hießigen Pfarrhofe. - In Almannshofen /:wo auch die Herrschaften en passant von dem damaligen Herrn Pfarr Vicar, und jetzigen Pfarrer von Seibranz, Dago­bert Meßner, mit artigen Verßen harrangiert, und von der daßigen bürgerlichen Schützen Compagnie en Parade salutiert wurden;/ kam noch die hießige berittene türkische Musik in ihren schönen grau und grünen Uniformen 22 Mann stark, dazu, ritten voraus, und kündeten, durch den ganzen Flecken herab, die Ankunft des hohen Fürstlichen Paares, durch rauschende Musik an. Vor dem Pfarrhofe paradierte eine bürgerliche Soldaten-Compagnie blau und rot gekleidet mit fliegender Fahne, und klingendem Spiel, welche auch die Wache alda, den ganzen Tag hindurch, abwechselnd hielt. .. Rechts und Links, bei der Einfahrt zum Pfarrhauße stand die Schuljugend in Reihen und hielten Blumen­sträuße in der Hand. Der Pfarrhof selbst war, ober der Haustür mit dem Truchseßischen Wappen, und dem neuen Fürstenhuth, so wie auch, ober den Türen aller Zimmer, mit paßenden Jnschriften gezieret. Unten am  Eingange stand ein ganz in Eißen bepanzeter Ritter mit dem ältesten Wappenschild des Truchseßischen Adelichen Geschlechtes.. Da nun die herrschaftlichen Gäste, /: es waren nebst Fürst und Fürstin, Herr Graf Clemens, und Franz Thade von Zeil, die Gräfin Josepha von da, und Herr Baron Ferdinand von Deuring Kapitular Herr des ehemaligen Fürstlichen Stiftes Kempten, nebst noch mehreren Geistlichen aus der Nachbarschaft,;/ abgestiegen, und in das Zimmer gekommen, so kamen die Ammänner, Bürgermeister und Außschüße der Gemeinde, und legten ihre Gratulation ab. Hierauf kam ein Knab und ein Mägdgen von der versammelten Schuljugend, und überreichten dem Fürstlichen Paare auf einer silbernen Credenze ein Bonquette, nebst artigen, auf die Schuljugend anpaßenden Versen. Mittlerweile wurde es Zeit zur Mittags Tafel, die Herr Pfarrer Graf Ferdinand gab. An dem Aufsatze der Tafel waren wiederum verschiedene artige Verßen und Chronologien angebracht. Während der Tafel wurde in dem mittleren Gärtchen beim Bronnen drei große Piramiden aufgerichtet, auf deren Mitterer das Truchseßische Wappen gemalt, an den übrigen aber paßende Inschriften angebracht waren: um dieße stellten sich die Musikanten, und alles was singen konnte, herum, und sobald man von der Tafel aufstunde, fingen sie ein, auf dießes Fest besonders componier­tes Volks-Lied /:welches der damalige Herr Pfarr Vicar in Aitrach Jgnatz Zenina (?), zum Lobe des neuen Fürsten Hauß Zeil, trefflich verfaßte, und Herr Frühmeßer von da Pater Gallus Endreß ein geborener Aichstetter, und ehemaliger Benedictiner in Füßen, jetzt Pfarrer in Buxheim, mit einer wohltönende Melodie versah;/ zu singen an, das sehr schön und rührend war, und wovon die Abschrift gleichfalls noch im Pfarr Archiv liegt.. Sodann wurde der übrige Nachmittag noch ganz angenehm zugebracht und Abends fuhren die hohen Gäste, ganz vergnügt und zufrieden wieder nach Zeil, wo sie von dem reitenden hießigen Gerichte wieder bis an den Zeiler Berg begleitet wurden. [Pfarrchronik, Bd.II, S.53-56]

1805
Denn man kann rechnen, daß nur das hießige Gericht in Zeil vor zehen Monaten, über 11000 Mann französischer Truppen in Quartier gehabt, und auf eigene Kösten veralimen­tieret habe.. Aus:  [Pfarrchronik,Bd.II,S.68]

1806
Der Brückenzoll bei Waizenhof wird aufgehoben [Das Land Baden-Württemberg Band VII]  Streit über die Oberhoheit der Gemeinde Aichstetten zwischen Königreich Württemberg und Bayern. [Das Land Baden-Württemberg Band VII]
Das Fürstentum Waldburg wird Württembergisch....nur die Marktflecken Aichstetten und Breitenbach wurden vom Königlich-Bairischen Landgericht Leutkirch in Anspruch genommen....Es kamen Württembergische und Bairische Truppen an einem Tag in den Ort...Auch wurden von beiden Teilen die beiderseitige Königlichen Wappen zu beiden Seiten der Kirchtüren angeschlagen und sogar auf einige Stunden von beiden Seiten Wachen zu denselben aufgestellt. [Pfarrchronik,Bd.II]   der König von Bayern und der König von Württemberg würfeln angeblich um die Zugehörigkeit von Dilpertsried; der Ort fällt an Bayern  [Akten Lehrer Riedle]

1806-10
Aichstetten braucht keine Steuern zahlen und die Jungburschen brauchen nicht Soldaten werden, wegen des Streites zwischen Bayern und Württemberg um die Zuständigkeit  [Akten Lehrer Riedle]

1808
Grenzen der Pfarrei (Aichstetten) von 1808 (sind) wie folgt: Gegen Mittag grenzt sie an die Pfarrei Aitrach, und ihre Marken sind gleich außer der ehemaligen Mühle zu Wazeney genannt, hinter der letzten Einöde des Dorfes Oberhausen, bis über die Landstraße nach Memmingen, an den sogenannten Klausstich, von da ziehen sie  sich rechts an der Anhöhe hinauf mit den Grenzen der beiden nun mehrigen Patrimonial = gefürsteten Graf = und Herrschaften Wurzach und Zeil, und grenzen an die Pfarrei Lautrach, von da laufen sie gegen Mittag gleichfalls mit den Grenzen obgedachter freien Grafschaften fort, schließen alsdann den Ort Dilpertsried mit  seinen Äcker, Gründen und Boden, nicht minder den Ort Ottmannshofen mit dessen Einöden und Feldungen ein, und grenzen da mit den Pfarreien Lautrach, Legau und Hofs, sodann ziehen sie sich gegen Abend am Leutkircher Wald hin, und grenzen auch mit dieser Pfarrei, von da gehen sie weiters am sogenannten Heeberg, mit Trieb und Tratt der Dörfer Ottmannshofen, Altmannspeyr und Altmannshofen hin und grenzen mit eben ernannter Pfarrei über die Land­straße und den sogenannten Achfluß, so wie die Aichstetter Felder gehen = als dann schließen sie gegen Abend den Berg, den sogenannten Buchkapf ein und grenzen wieder mit dem Pfarr Hofischen Ort Eschach und dessen Feldern, laufen von da wieder hinauf und ziehen sich oben auf der Höhe, soweit nämlich der Trieb und Tratt von denen Gräflich Wurzachischen Dörfern Rieden und Oberhausen geht, hin, wo sie an die Pfarr Dreherts stoßt, und zielt als dann wieder am Traufe des Waldes rechts gerade auf den Bühl und Zugbronnen hinter den obbenannten Einödhof von Oberhausen; Die Orte die dem Pfarr­amte bis jetzt noch anvertraut sind, nennen sich: Eichstetten, Rieden, Oberhausen, die ehemalige Mühle zur Watzeney, Breitenbach, dann Ottmanshofen, Dilpertsried, Vogelsang, Gotteswald, Hayden und Altmanspeyr. [Pfarrchronik, Bd.I, S. 15]

1809
eine Gruppe Tiroler ist zum Auskundschaften in die Gegend; bayrische Truppen werden von den Bregenzern geschlagen; die rückziehenden Bayern wollen vom Pfarrer 4 Pferde samt Fuhrmann bis nach Memmingen requirieren [Akten Lehrer Riedle]

1809  16.7. 
Bei Isny kommt es zu einem Gefecht zwischen aufständischen vorarlbergischen Truppen und Württembergischen Truppen. [Das Land Baden-Württemberg, Bd.VII, S.635]

1809
Die der Öschprozession dürfen erstmals die Evangelien in deutsch verlesen werden. [Pfarrchronik] provisorisch werden die Pfarrangehörigen von Aichstetten durch die Hauptstraße getrennt in kgl. bayrische und kgl. württembergische Angehörige. [Akten Lehrer Riedle] Ein Herold verkündet am Aichstetter Jahrmarkt Frieden [Akten Lehrer Riedle]

1810
Weihe des Dreikönigswassers wird in Aichstetten noch auf lateinisch in Ottmanshofen auf deutsch gehalten, da dieses zu dieser Zeit bayrisch war. [Pfarrchronik]
französische Besatzung im provisorisch geteilten Ort für 4 Monate [Akten Lehrer Riedle]
Damm gegen Aitrachüberschwemmung längs des Riedener Weges in 4 Tagen fertig [Akten Lehrer Riedle]
Anläßlich des Geburtstages von Napoleon am 15. August ist eine Kirchenparade des commandierenden Leutnants mit seiner ganzen Companie: er rückte also in größter Parade vor dem Hochamt mit klingendem Spiel in die Kirche ein und postierte seine Leute, Mann an Mann, zu beiden Seiten der Comunicantengitter bis an die Kirchentüre. [Pfarrchronik: Bd.II]
14. November  Mittags um ½ 12 Uhr fuhren der gewesenen Königl.Bairische Landrichter und nun jetzige Königliche Württembergische Oberamtmann nebst einem Königl.-Württembergischen Oberamtsaktuar vor den Pfarrhof, stiegen ab und kündeten dem Herrn Pfarrer Graf Ferdinand an, daß nun die ganze Gegend unter königl. Württembergische Souverainität gekommen sey. [Pfarrchronik, Bd.II]
Aichstetten, Altmannshofen und Ottmannshofen werden endgültig württembergisch und dem Oberamt Leutkirch zugeteilt. [Pfarrchronik, Bd. II; Nachtrag S.1]
Den 28. Juni (1810) rückte wieder Französisches Militair in alle die Orte ein, die noch sollten entweder an Bayern, oder an Württemberg übergeben, oder vertauschet werden, um selbe im Namen deß Kayßers Napoleon zu besetzen, hierher kam 2 Kompagnien vom 111.ten Linien Regiment, meistens Piemonteßer, marschierten aber des andern Tags wieder ab, in Pfarrhof kam ein Hauptmann Durati, und ein Lieutenant Beccaria, nebst zwey Domesti­quens.
Den 30. Juni kamen abermal 120 Mann vom 108. französischen Linien Regiment, von der Division Friant um in hießiger Gegend, nemlich im hießigen Orte, dann Aitrach, Ferthofen und Breitenbach zu cantonieren, sie blieben über Nacht.
[Pfarrchronik, Bd.II, S.120]

1811  14.7. 
Die königliche Majestät von Württemberg kommt durch Aichstetten. Pfarrer, Vikare, Schulkinder u "türkische Musik" hatten sich beim goldenen Adler aufgestellt. [Pfarrchronik,Bd.II, S. 127]

1811
Einführung einer Sonntagsschule für Erwachsene [Pfarrchronik]
Tabellen mit Bevölkerungszahlen der einzelnen Parzellen von Aichstetten [Akten Lehrer Riedle]

1812
Vereinödung von Häberlings; gehört bis 1932 zu Aitrach. [Das Land Baden-Württemberg Band VII]
Rußlandfeldzug von Napoleon
Den 15. Februar (1812) mußten aus der ganzen K.W. Landvogtey Altdorf alle Pferd von 4 bis 10 Jahren nach Weingarten geschickt werden, weil die K.W. Truppen wieder auf den Kriegsfuß gesetzt wurden, und daher Pferde zur Kavallerie und Fuhrwerk mußten ange­schafft werden, auch Pfarr Graf Ferdinand schickte zwey dahin, davon eins behalten, und mit der Bezahlung an die K. Amtspflege nach Leutkirch angewiesen worden, von welcher die Landsteuer an die Untertanen der ganzen Landvogtey aufgeschrieben worden, um die 42 Pferde, die zu diesem Ziel ausgehoben worden, damit zu bezahlen. [Pfarrchronik, Bd.II,S.133]
Die Bürgerschaft der Gemeinde schwört einen Eid auf den neuen König Friedrich von Württemberg. ]Pfarrchonik,Bd.II,S.145]
Dilpertsried, Oberhausen und Waizeney werden ausgepfarrt. [Pfarrchronik, Bd.II, Nachtrag S.1]
Den Feldzug mit Napoleon machen von Aichstetten Josef Ganter und Franz Graf; sie kommen nicht zurück [Roth, 1937]
Huldigung aller neuer Untertanen über 16 Jahre im Wirtshaus zur "Krone" mit Festessen [Akten Lehrer Riedle u. Gemeindearchiv A 14] Zur Württembergischen Gemeinde Aichstetten gehören (Personenzahl in Klammern): Aichstetten (624), Altmannshofen (52), Blutsberg (7), Buch (6), Eschach (60), Haizen (3), Hänkels (4), Langensteig (6), Laubeck (10), Nestbaum (19), Stuck (23), Vogelsang (16), Gotteswald (2), Altmannspeier (27)

1813
Tabellen über Berufspflicht der Bevölkerung mit einem Adligen [Akten Lehrer Riedle]

1814
Der Unterheiligenpfleger Xaver Bauer in Ottmannshofen wird abgesetzt, weil er des Rechnens und Schreibens nicht fähig ist. [Akten Lehrer Riedle]
Exkaiserin Marie Luise auf der Rückfahrt nach Wien über Leutkirch. Für den achtspännigen Wagen stellt der Pfarrer von Aichstetten Umspannpferd samt Fuhrmänner Gregg und Prinz. [Akten Lehrer Riedle]
Kaiser Franz kommt aus Frankreich zurück auf der Straße Treherz - Memmingen; der Pfarrer von Aichstetten hat ihn bei der Vorbeifahrt in Treherz gesehen [Akten Lehrer Riedle]

1815
der Pfarrer von Aichstetten hat genug mit der Einquartierung und schreibt, daß die 3 großen Wirtshäuser im ort für Offiziersquartiere tauglich sind. Dem Pfarrer werden die Fenster eingeworfen, weil er die Einquartierung nicht mehr wollte. Die Schulen werden von Einquartierungslast befreit [Akten Lehrer Riedle]
Den 16. (Nov.1815) kamen 2 Compagnien Österreicher von dem polnischen Regiment Strauch 360 Mann hierher, und übernachteten da, ein Hauptmann Namen Siche nebst Bedienten logierte im Pfarrhof. Den 17. kamen wiederum 460 Mann vom ungarischen Regiment Esterhazi, und übernachteten hier, der Pfarrhof blieb diesmal frei von Ein­quartierung. [Pfarrchronik, Bd.II,S.167]

1814/15
Die Befreiungskriege gegen Frankreich forderten  von der Gemeinde 7  Soldatenleben. [Rot 1937]

1816
Die Felder des Bauern zum Wiggilis werden von bayrischer Seite sigustiert Aus:  [Pfarrchronik, Bd.II, Nachtrag, S.1]

1816-19
Kirchenrenovation

1817
Die Pfarrei wird vom Bistum Konstanz losgelöst und provisorisch nach Ellwangen an der Jagst verwiesen (1827 kommt Bischofssitz nach Rottenburg) [Pfarrchronik]
Schindeldach für Zehntscheuer mit 32000 Schindeln
Untersuchung der Armensituation 1817: Nach genauer Untersuchung.. zeigte sich, daß in Aichstetten 32, in Altmannspeyer 2, in Breitenbach 2, in Rieden 3, in Ottmannshofen 12, und im Vogelsang 1 teils ganze Familien, teils einzelne Personen aufhalten. Die Mittel sie künftig zu ernähren, wurden den Maßregeln höherer Obrigkeit überlassen, da die Ge­meinden bezügl. selbes wegen harter Zeiten nicht mehr erschwingen konnten. Armenhaus wäre ein einziges kleines unbedeutendes in Aichstetten vorhanden, das ganz ohne Stiftung seye, und die Armut nehme allenthalben von Tag zu Tag zu.
...Hießiger Wohltätigkeitsverein trat also zusammen und beschloß: 1. seine eigenen Hausarmen ... wöchentlich einmal in der Schultheiserei von Haus zu Haus herumgehen zu lassen, um Lebensbedürfnisse zu sammeln, 2. wurde von der 1. Sammlung... (Brot) nach dem Grad der Dürftigkeit ausgeteilt. Auch wurde hiemit auch andere kleine Wohltaten an Geld bestritten. Die wohltätigen Geldbeiträge aber werden von den Einwohnern der Schultheißerei durch den Dorfschützen /: damit es nicht zu hart falle:/ monatlich in zwey malen eingesammelt... [Pfarrchronik,Bd.II,S.177]

1821  25.1
Der Hof Vogelsang war nie mit Altmannshofen vereinigt und bildete nie einen Bestandteil dieser Gemeinde, sondern er war ein uraltes deutschordensches Rittergut. [Urkunde im Rathaus Aichstetten, nach Akten Riedle]

1822
mußte die Schule in 2 Etappen unterrichtet werden; 160 Schüler und 1 Schulzimmer im Mesnerhaus 24 Schuh breit, 33 lang 7 hoch mit 6 Fenstern [Linsenbolz]

 

1824
126 Werktags- und 108 Sonntagsschüler; im 1. Stock Lehrerwohnung; Wirtschaftsschule für die Landwirtschaft [Linsenbolz]
Eschach wird Pfarrfiliale von Altmannshofen anstelle von bisherigen Ausnang [Das Land Baden-Württemberg Band VII]
König Wilhelm von Württemberg kommt von einer Reise über Ulm nach Friedrichshafen durch die Gemeinde Aichstetten. [Pfarrchronik,Bd.III,S.63]

1827  9.12. 
Es erging der bischöfliche Befehl, daß alle gekleideten Heiligenbilder aus den Pfarrkirchen herausgeschafft und mit Holz geschnitzten und gefaßten Bildern ersetzt werden sollen. In Aichstetten gab es ein dergleichen Mutter­gottesbild. Es wurde beschlossen ein neues geschnitztes und gefaßtes Bild von dem Maler Joseph Kirchmann in Reichenhofen in Auftrag zu geben. Hierzu soll ihm das alte Bild gegeben werden, um die geschnitzten Hände und den Kopf pp. von Maria und dem Jesukind dazu zu verwenden. Die in Silber gefaßten Rosenkränze, Halsgeschmeide p.p. welche der Mutergottes gestiftet wurden, sollten verkauft werden um damit die neue Figur zu bezah­len. An den hiesigen Goldschmied Adam Fürguth wurden also aus zweyen Korallenen und mit Silber gefaßten Rosenkränzen erlöset 5 f 24 x, dann aus dem übrigen Silber minderen Rosenkränzen und Halsgehänge p.p. 8 f. Dann wurden noch von den schönen Muttergotteskleidern an guten Goldborden 20 Loth à 32 x zu 10 f 40 x und von minderen detto zu 3 f 50 x verkauft. Die schönen zum Teil reichen Kleider des alten Muttergottesbildes wurden aber aufbehalten und werden zur Reparierung der Meßgewänder verwendet werden.
Das neue Bild wurde am Weihnachtstag erstmals in der Kirche ausgesetzt und kostetet 29 f 9 x. [Pfarrchronik, Bd.II,S.108]

1828  1.9. 
König Wilhelm von Württemberg reist durch Aichstetten. [Pfarrchronik, Bd.III, S.113]

1829
Schulhausneubau - jetzt Radio Albrecht
Neuer Hochaltar

1834
Vogelsang ist ein Hof mit 13 Einwohnern [Pauly S.203]

1836  28. Okt.
Per Gesetz werden folgende Frondienste abgelöst: Mähfrongeld, Handfrongeld, Dienstgeld, Schnittgeld, Jagdgeld, Sennfahrtgeld, Persönliche Eheklafter, Jagdfron, Holzfuhrfron. [Gemeindearchiv A 82]

1841
Die Aichstetter Schule zählt 96 Kinder

1842  5.Sept.
Schulkostenrechnung: je Kind und Woche 1 Kreuzer; 92 Kinder bezahlen; 128 Kinder haben im Winterhalbjahr die Schule besucht [Gemeindearchiv R 243]

1843  9. Oktober
Die Gemeinde Aichstetten kauft das Recht zum Bezug des Marktstandgeldes bei 2 Jahrmärkten von der fürstlichen Standesherrschaft Zeil für 450 fl Ablösesumme ab. [Gemeindearchiv R 161 u. A 83]

1854
erste Erwähnung des Liederkranes Aichstetten

1848
Französische Revolution mit Auswirkungen auf Deutschland (Märzrevolution). Im Gemeindearchiv sind Briefe des Constantin von Waldburg-Zeil aus dieser Zeit. Siehe auch Bericht Andreas Antonin in der Festschrift.
12. Dez. Vergleich zwischen der politischen Ortsgemeinde Aichstetten und den Realgemeindeberechtigten zur Bereinigung der Realgemeinde-Rechtsverhältnisse. U.a. übernimmt die politische Gemeinde folgende jährliche Lasten: Abgabe von 7 Klaftern Tannen-Scheitholz an die Schule; 4 Klafter an den Schulmeister; 3 Klafter an den Oberarzt, 2 Klafter an den Polizeidiener und 1 Klafter an den Kapellenmesner. [Gemeindearchiv R 166]

1849
Ablösung des Zehnten [Gemeindearchiv A 84]

1850
Neue Wasserzuleitung vom Höhberg [Gemeindearchiv]
in Aichstetten 5 zünftige Webermeister und 1 unzünftiger Meister [Linsenbolz]

1860
die neu organisierte Aichstetter Blech- und Harmoniemusik tritt in Ottmannshofen auf.

1861  4. Juni.
Abtretung von 25 Morgen Wald von der politischen Gemeinde an die Pfarrstelle, um die Brenn- und Bauholzansprüche zu bereinigen. [Gemeindearchiv R 174]

1869
Abbruch der alten Kirche; Knochenfund unter Sakristei und Chor in großer Tiefe [Akten Lehrer Riedle]

1870
Krieg gegen Frankreich

1871
Gründung Deutsches Reich mit Preußischem Kaiser; Österreich gehört nicht mehr zum Reich

1873
3.Jan Poststelle in Aichstetten [Linsenbolz]

1877
Gründung des Veteranenvereins [Pfarrchronik]

1879
6. April Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Aichstetten [Gemeindearchiv]

1880
Gründung der Molkerei und Bau des Molkereigebäudes [Akten Lehrer Riedle u. Pfarrchronik]

1882
Das Rittergut Vogelsang wird aufgeforstet [Der Kreis Wangen S.99]

1887
Württembergisches Infanterieregiment hält Gefechtsschießen beim Bahnhof [Riedle]

1888  30.Sept.
Der König genehmigt der ersten Württ. Molkereigenossenschaft ein Staatsbeitrag in Höhe von 3000 Mark [Linsenbolz]

1889                        1.10 Eröffnung der Eisenbahn mit großem Aufwand von Pulver und Bier [Akten Lehrer Riedle]

1897
Arbeiterverein in Aichstetten gegründet
Bau einer neuen Wasserversorgung (Hochdruckwasserleitung) mit einem Hochbehälter im Koppenmoos; Ersetzung der Holzdeicheln durch gußeiserne Rohre [Gemeindearchiv]

1898
Karte des Leitungsnetzes des Elektrizitätswerkes Aichstetten [Gemeindearchiv A 178]

1899
1.Okt Postagentur mit Bahn zusammengelegt [Linsenbolz]
Fasnacht: Fasnachtssonntag Konzert des Kirchenchores im Adler wechselweise mit komischen Stücken; Dauer bis 12 Uhr. Montag: Großer Fasnachtsumzug mit Wagen und Musik. Abends Ball in der Krone bis 2 Uhr. Dienstag: Fasnachtsumzug Abends Ball im Adler. [Pfarrchronik]
25. Okt. Gründung Feuerwehr-Verein-Altmannshofen (später Krieger- und Feuerwehrverein)
o.D.  Geißenspitäle: Aufnahme kranker Dienstboten; eine alte Frau, die sich um die Kranken kümmert, hält sich ein paar Ziegen. Der Dorfarzt sorgt sich um die Kranken [Linsenbolz]
o.D.  Wirtschaften in Aichstetten: Hirsch, Tanne, Adler, Bräuhaus, Restauration, Krone, Alte Haus (hinter Molkerei) Rössle (heute Weißensberger) [Linsenbolz]

1901  25.9. 
In Aichstetten hat nunmehr das Elektrische Licht Eingang gefunden

1902  26.Apr.
Wegen Wassermangels wird die Hochdruckleitung von 8 Uhr abends bis 4 Uhr früh geschlossen. [Gemeindearchiv]

1903-05
neues Rathaus anstelle einer hölzernen Hütte

1905
Pater Rupert Mayer S.J. als Aushilfe für Pfarrer Dannecker in Aichstetten [Akten Lehrer Riedle]

1906
Bau der Schwesternstation und Einweihung Kinderschule durch Überlassung des Hauses der Anna Thamm und vieler Spenden [Akten Lehrer Riedle u. Pfarrchronik]
Bau einer neuen Quellfassung im Gemeindewald Höhberg [Gemeindearchiv]

1907
 Statut des Elektrizitätswerkes Aichstetten [Gemeindearchiv A 179]

1911
 Gemeinderatsprotokoll zur Straßenbeleuchtung [Gemeindearchiv A 180]

1911/12
Neues Schulhaus mit Lehrerwohnung, Schulsaal und Zimmer für Hilfslehrer

1912
28. Juli Radfahrverein Konkordia in Aichstetten

1913
Zeppelin über Aichstetten [Akten Lehrer Riedle]

1913
eine Genossenschaft Aichstetter Bürger baut ein Elektronetz auf; den Strom liefert ein kleines E-Werk in der unteren Mühle.[Linsenbolz]

1916
11. Jan. Trennung von Post und Eisenbahn [Linsenbolz]
1.Mai. Einführung der Sommerzeit [Pfarrchronik]

1919
28 Soldaten kehren nicht mehr aus dem Krieg zurück. [Pfarrchronik]
Gründung Männerchor Altmannshofen

1922
April Gründung Katholischer Frauenbund

1924
Beitritt in den Verband der Oberschwäbischen Elektrizitätswerke [Linsenbolz u. Gemeindearchiv A 178]

1925
26. April Stiftungsfest des Turnvereines in Aichstetten

1928  9.Sept.
Einweihung einer eigenen Turnhalle des Turnvereines (bis 1939)

1933  1. April
Breitenbach und Rieden werden von Aitrach nach Aichstetten eingemeindet [Linsenbolz]

1936
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Altmannshofen

1938

Aichstetten gehört zum Landkreis Wangen [Das Land Baden-Württemberg Band VII]

1948                         Hauswirtschaftsschule [Linsenbolz]

1949
Februar. Neugründung eines Sportvereines in Aichstetten
20.März. Gründung des Obst- und Gartenbauvereines

1950
9.Juli Gründung der Blutreitergruppe Altmannshofen
Das Eremitenhaus an der Wolfgangskapelle brennt ab. [Das Land Baden-Württemberg Bd VII]

1956
neues Schulhaus [Linsenbolz]

1957
Verlegung der Post (sog. Alte Post neben der Neuen) [Linsenbolz]

1962
29. Dez. Gründung Heimat- und Trachtenverein Aichstetten

1963
26. Juli Gründung DRK-Aichstetten

1966
Bau der Notschule (Baracke) in Aichstetten
Gründung Männerchor Aichstetten

1967
Verlegung der Post (bis 1995) [Linsenbolz]

1970
Auflösung der Schule von Altmannshofen

1986
Neubau eines Hauptschulgebäudes

1987
Gründung Liederkranz Aichstetten

1990
11.Nov. Gründung Narrenzunft Aichstetten

Literaturliste:
Baumann/Rottenkolber: Geschichte des Allgäus, 4 Bände, Kempten 18834
Bossert, Gustav: Die Visitationsprotokolle der Diözese Konstanz von 1574-81, Landkapitel Leutkirch und Isny; in: Blätter für Württembergische Kirchengeschichte 6, 1891
Der Kreis Wangen; Verlag Heimat und Wirtschaft, 1962
Doser, Johann N.: Maschinenfabrik und Mühlenbau, Aichstetten; illustrierter Katalog um 1910
Duckner, Max: Verzeichnis der württembergischen Kirchebücher, Stuttgart, 1938
Endrich, Erich: Pfarrer Pius Scheel, 1894-1952, in: Heilige Kunst, 1952
Endrich, Erich: August Blepp, in: Heilige Kunst, 1950, S. 63f
Erffa, Wolfram von: Die Dorfkirche als Wehrbau mit Beispielen aus Württemberg, Frankfurt 1937
Fundberichte aus Schwaben, Neue Folge, Jahrgang 12, 1948-51, S.99-136
Fundberichte aus Schwaben, Neue Folge, Jahrgang 16, 1962, S.199-305
Fundberichte aus Baden-Württemberg, 2, 1975, S. 129-231
Fundberichte aus Schwaben, Neue Folge, Jahrgang 5, 1928-30, S.37-47
Fundberichte aus Schwaben, Neue Folge, Jahrgang 9, 1935-38, S.116-148
Fundberichte aus Baden-Württemberg, 8, 1983, S. 376-422
Fürst, J.B.: in: Württembergische Jahrbücher, 1835, S.398-
Gams, Pius: Die Jubelfeier des Pfarrers Johann Baptist Fürst in Aichstetten, Leutkirch 1878
Holzer, Friedrich: Die Verehrung des Heiligen Wolfgang; in: Rottenburger Monatsschrift 16, 1932/33
Keppler, Paul W. von: Württembergs kirchliche Kunstaltertümer, Rottenburg, 1888
Krattenmacher, Max: Prädikat "Allgäufrisch", in: Merian 36 (1983), 5
Kriessmann, Alfons: Geschichte der katholischen Kirchenmusik in Württemberg von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart, Stuttgart, 1939
Laun, Friedrich: Wallfahrtsbilder und Wallfahrtsorte der Diözese Rottenburg sowie deren Bruderschaften; in: Rottenburger Monatsschrift 6, 1922/23
Lohmiller, Alois (Hrsg.): Aichstetten und Altmannshofen, Bilder und Geschichte aus früher Zeit, 1984
Linsenbolz, Edgar: Strukturwandel in Aichstetten 1866-1966, Zulassungsarbeit PH Weingarten, 1966
Miller, Konrad: Reste aus römischer Zeit in Oberschwaben, Stuttgart, 1889
Miscoll-Reckert, Ilse Juliane: Kloster Petershausen als Bischöflich-Konstanzisches Eigenkloster; in: Forschungen zur Oberrheinischen Landesgeschichte Bd XXIV, Freiburg 1973
Paret, Oscar: Württemberg in vor- und frühgeschichtlicher Zeit, Stuttgart 1961, (=Veröffentlichung der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg; Reihe B, Nr. 17)
Pauly, von: Beschreibung des Oberamts Leutkirch, 1843
Rauh, R.: Beziehungen zwischen Hegau, Oberschwaben und Vorarlberg; in : Hegau 15/16, 1963
Rudolf, Hans Ulrich (Hrsg.): Der Landkreis Ravensburg im Spiegel des Schriftums - Eine Kreisbibliographie- 1990
Schwanzer, N.: Die Herren von Altmannshofen, in: Allgäuer Geschichtsfreund, 1898, S.54  ff
Selig, Anton: Einsiedeleien in Württemberg und Hohenzollern; in: Zeitschrift für Württembergische Landesgeschichte 17, 1958, S. 242-301
Sprangel, Rolf: Das Kloster St. Gallen in der Verfassung des karolingischen Reiches; in: Forschungen zur oberrheinischen Landesgeschichte Bd. VII, 1958
Weissenberger, Paulus: Eine Schulinspektion für die Grafschaft Wurzach aus dem Ende des 18. Jahrhunderts; in: Ulm und Oberschwaben, Bd. 40/41, 1973
Weitnauer, Alfred: Allgäuer Chronik, Daten und Ereignisse, Textbände 1-3, 1 Bildband, Kempten 1972
WUB=Württembergische Urkundenbücher
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